Mittwoch, 20. Februar 2013
Mozilla stoppt Entwicklung von 64-Bit-Firefox für Windows
Freitag, 15. Februar 2013
Mozilla schließt 6 kritische Lücken in Firefox und Co.
Die Mozilla-Entwickler haben mit neuen Versionen von Firefox, Thunderbird und SeaMonkey nicht nur neue Funktionen eingebaut, sondern auch zahlreiche Sicherheitslücken geschlossen. So wurden etwa allein in Firefox sechs kritische Lücken behoben, die das Einschleusen von Schadcode aus der Ferne erlauben; darunter ein Buffer Overflow bei der Vearbeitung von GIF-Animationen. Darüber hinaus haben die Entwickler unter anderem neun Sicherheitslöcher des zweithöchsten Schweregrads abgedichtet. Viele der Schwachstellen betreffen auch Thunderbird und SeaMonkey.
Die aktuellen Versionen lauten:
Firefox Extended Support Release (ESR), Versionszweig 10.xFirefox Extended Support Release (ESR), Versionszweig 17.xThunderbird Extended Support Release (ESR), Versionszweig 10.xThunderbird Extended Support Release (ESR), Versionszweig 17.x
Bei den für den Firmeneinsatz gedachten ESR-Versionen, die Mozilla zwar absichert, jedoch nicht um neue Funktionen ergänzt, gab es einen Versionssprung. Als Grundlage dient künftig die Version 17 von Firefox und Thunderbird. Dieses mal wurden auch noch die 10er Versionen mit Sicherheitsupdates versorgt.
Siehe dazu auch:
(rei)Mittwoch, 6. Februar 2013
Mozilla treibt Firefox OS für Smartphones voran
Acht Jahre nach dem ersten Auftritt des Firefox steht das Mozilla-Projekt finanziell auf gesunden Füßen und geht eine neue große Aufgabe an: Mit dem Firefox OS bringt Mozilla Anfang 2013 ein neues Betriebssystem für Smartphones heraus und tritt damit auch bei mobilen Geräten in den Wettbewerb zu Google, Apple und Microsoft. Allerdings ist das Open-Source-Unternehmen für diese keine kommerzielle Konkurrenz. Seinen Umsatz für 2011 bezifferte Mozilla in seinem am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht (PDF-Datei) mit 163 Millionen US-Dollar (128 Millionen Euro), 33 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
"Es läuft gut mit dem Mozilla-Projekt, wir sind sehr glücklich damit", sagte die Vorsitzende der Mozilla Foundation, Mitchell Baker, der Nachrichtenagentur dpa. "Wir haben die Mittel, die wir für unsere Pläne benötigen." So gehe es in einer sich schnell verändernden Computerwelt nun darum, Antworten im Sinne von Offenheit und Datenschutz zu finden. "In der mobilen Welt werden diese Werte, die Mozilla besonders wichtig sind, bisher nicht besonders gut erfüllt", sagte Baker.
Bei den geplanten Smartphones mit Firefox OS steht nach ihren Angaben das Ziel im Mittelpunkt, die umfassende Erfahrung mit dem offenen Web auf dem Desktop-Computer auch auf mobile Geräte zu übertragen. "Das Web ist die größte und umfangreichste Plattform, die wir je gesehen haben", sagte Baker. Mozilla stehe in engem Kontakt mit dem World-Wide-Web-Konsortium (W3C), um die für Firefox OS nötigen Schnittstellen zu standardisieren. Das neue Betriebssystem für Handys setzt auf HTML5.
Die ersten Firefox-Smartphones sollen in der ersten Hälfte des kommenden Jahres voraussichtlich in Südamerika auf den Markt kommen. Einer der ersten Partner ist der spanische Mobilfunkanbieter Telefónica. Mozilla sei aber auch mit anderen Netzbetreibern im Gespräch, sagte Baker.
Mozilla erzielt seine Einnahmen vor allem aus der in Firefox integrierten Suchfunktion und entsprechenden Vereinbarungen mit Partnern wie Google, Bing (Microsoft), Yahoo oder Amazon. Auf die Frage, ob das Verhältnis zu Google getrübt werden könnte, wenn Mozilla ein eigenes Smartphone-System entwickle, antwortete Baker, Partnerschaft in dem einen könne durchaus mit Wettbewerb in einem anderen Bereich zusammengehen. Das Verhältnis zu Google sei zwar komplex. "Aber wir teilen mit Google auch einige gemeinsame Ziele wie Offenheit." (dpa) / (vbr)
Samstag, 27. Oktober 2012
Mozilla versüßt JavaScript
JavaScript-Entwicklern soll die Arbeit mit Makros durch Mozillas sweet.js erleichtert werden. Um die Interaktion zwischen Makros und normalem Code zu verhindern, erweitert das Projekt JavaScript um sogenannte Hygienic Makros, wie sie bereits in Sprachen wie Rust und Scheme vorhanden sind. Auf diese Weise sollen aus C-Sprachen bekannte Probleme verhindert werden, beispielsweise die Nutzung bereits belegter Variablen durch Makros.
Generell lässt sich JavaScript durch Makros auch eigenen Bedürfnissen anpassen, wie ein Beispiel auf der Projektseite zeigt:
macro def {case $name:ident $params $body => {
function $name $params $body
}
}
Hier wird der Funktionsbezeichner function durch das kürzere def ersetzt, sodass der mitgelieferte sweet.js-Compiler den folgenden Aufruf
def sweet(a) {console.log("Macros are sweet!");
}
in eine gewöhnliche Funktion umwandeln und so für JavaScript-Laufzeitumgebungen lesbar machen könnte.
Der Quellcode des Compilers ist auf Github verfügbar; sweet.js nutzt Node.js. Da das Projekt noch in den Kinderschuhen steckt, ist mit Bugs zu rechnen. (jul)
Samstag, 20. Oktober 2012
Mozilla reagiert mit schnellem Firefox-Update
Innerhalb eines Tages hat das Mozilla Firefox-Team wegen einer am 10.Oktober bekannt gewordenen Lücke im Firefox 16 ein Update bereit gestellt. Die drastische Maßnahme den Browser nur einen Tag nach seinem Erscheinen aus dem Verkehr zu ziehen, erklärt das jetzt aufgetauchte Skript, das die Lücke ausnutzt.
Mozillas Sicherheitschef Michael Coates hat das Sicherheitsproblem in seinem Blog zunächst wie folgt beschrieben: "Durch die Lücke könnte eine bösartige Seite eventuell ermitteln, welche Webseiten Nutzer besucht haben und Zugriff auf die URL und URL-Parameter nehmen." Das klang nach einem unschönen Privacy-Problem – insbesondere weil in URLs auch Benutzernamen oder sogar Passwörter auftauchen können. Weil die Version 16 jedoch selbst einige schwerwiegende Sicherheitslücken der Vorgänger beseitigt, rechtfertigt dies das Zurückziehen des Browsers aber nicht unbedingt. Immerhin ist das so genannte History Stealing kein ganz neues Problem.
Das aufgetauchte Skript zeigt jedoch, dass die Reaktion durchaus gerechtfertigt war. Denn der Demo-Code enthält einen Verstoß gegen die Same Origin Policy. Code der aus der selben Quelle stammt wie eine Webseite ("Same Origin"), genießt besondere Rechte. Dieser Code darf nahezu alle Elemente der Webseite lesen und sogar verändern, auch während diese bereits im Browser dargestellt wird. Die Demo zeigte, dass Code über die Grenzen der Same-Origin hinweg zumindest auf die URL zugreifen konnte. Wenn nicht ganz auszuschließen war, dass eventuell auch Zugriffe auf andere Seiten-Elemente möglich sind, dann stellt das das gesamte Sicherheitskonzept des Browsers in Frage.
Mit dem Update auf Firefox 16.0.1 hat Mozilla auch zwei weitere kritische Lücken geschlossen. Es handelt sich dabei um Probleme der Speicherverwaltung, die das Einschleusen und Ausführen von Code ermöglichen. Sie betreffen auch Thunderbird und Seamonkey, die ebenfalls entsprechende Updates bekommen haben.
Update: Auch Google hat in seinem Browser Chrome eine Sicherheitslücke beseitigt. Mit einem Update auf die Version 22.0.1229.94 wird eine Lücke geschlossen, über die Angreifer auf dem Rechner Schadcode ausführen können.
Siehe dazu auch:
Donnerstag, 10. Mai 2012
Mozilla Kilimanjaro: Einheitlichkeit für Firefox & Co.
Mozilla hat sich in einem Designdokument ein neues Ziel gesetzt: Das Erreichen des Meilensteines Kilimanjaro 1.0 soll Nutzern von Mozilla-Produkten auf mobilen Geräten sowie dem Desktop eine einheitliche Erfahrung bieten. Erfüllt sein soll das Versprechen im September 2012, wobei die jeweiligen Produkte ihre Zeitpläne zur Entwicklung beibehalten.
Kilimanjaro verspricht, den Usern geräteunabhängig ihre gewählten Präferenzen und Apps zu bieten, dafür soll das Identitätssystem Persona mit den Mozilla-Produkten verwebt werden. Die Webplattform soll das Entwickeln von Apps aus den Bereichen Spiel, Produktivität, Soziale Netzwerke und Medien ermöglichen, Die Performanz soll für Spiele und Medien ausreichen. Der App Store von Mozilla soll Entwicklern mit Bereitstellung und Verkauf der Apps helfen. Gute Dokumentation und Werkzeuge will Mozilla so anbieten, dass Programmierer mit guten Ideen zu einer in grundlegenden Zügen entwickelten App in 5 Minuten kommen. Auch der mobile Firefox soll die Apps bieten, die die Nutzer von der Desktopversion gewohnt sind.
Als einzige Plattform explizit ausgenommen ist iOS. Ansonsten gelten die Vorhaben für alle Plattformen, auf denen Firefox läuft. Firefox für Windows 8 Metro ist derzeit von der im Kilimanjaro-Dokument beschriebenen Vereinheitlichung ausgenommen, ebenso gilt es nicht für die in den Mozilla Labs entwickelten Versuche.
In der Designstudie wird vorgestellt, wie der Login-Prozess in den Browser künftig aussehen soll.
Bild: Screenshot Neben dem großen Vorhaben schraubt Mozilla auch an dem Aussehen der Firefox-Varianten und fügt neue Funktionen zu den Nutzerschnittstellen hinzu. Madhava Enros, Chef des Design-Teams, stellte währed der Toronto Work Week in Kanada die Arbeit seines Teams vor. Neben angepasstem Aussehen für kleine Bildschirmgrößen soll der Firefox auch auf dem Desktop in der Benutzerführung verschlankt werden. Vor allem fällt beim Designentwurf "Australis" auf, dass die Textmenüs durch Symbole ersetzt werden. Dadurch wird die Inhaltsfläche des Fensters insgesamt größer. Für die mobilen Geräte zeigte Enros einen "Read mode", der das Lesen von Webseiten auf kleinen Bildschirmen vereinfachen soll, indem Text und Bilder des eigentlichen Artikels auf einer Webseite in den Fokus rücken, und die Navigation in den Hintergrund tritt.
In seinem Folien zeigte Enros ebenso, wie die HTML5-Apps sich als Tabs im Browser öffnen lassen. Auf den mobilen Geräte wird es durch Synchronisation möglich, die Tabs auf anderen Computern auflisten zu lassen, um dort weitersurfen zu können, wo man aufgehört hat. Und sowohl für die Metro-Version als auch die Firefox-Schnittstellen auf anderen mobilen Betriebssystemen sind in den Folien Studien zu sehen, wie Kacheln oft besuchte Webseiten oder Apps anzeigen können. (rzl)
Samstag, 21. April 2012
Mozilla blockiert Java auf alten Mac-Systemen
Mozilla hat das Java-Plugin in Firefox unter Mac OS X 10.5 (und älter) blockiert, wodurch es der Browser nicht mehr ausführt. Der Grund dafür ist, dass Apple für diese Betriebssystemversionen keine Updates mehr herausbringt und die letzte Java-Version kritische Sicherheitslücken aufweist, die bereits großflächig für Angriffe ausgenutzt werden. Wer das Plugin dennoch nutzen will, muss es im Firefox-Menü unter Add-ons, Plugins wieder aktivieren.
Unter neueren Versionen von Mac OS X blockiert Firefox das Ausführen verwundbarer Java-Versionen noch nicht. Ein Bug in der aktuellen Firefox-Version 11 verhindert, dass der Browser die Versionsnummer des Plugins nach einem Java-Update neu ausliest – Firefox würde die Aktualisierung also nicht bemerken und Java weiterhin blockieren.
Diesen Fehler wollen die Entwickler mit der Firefox-Version 12 beheben, die am 24. April erscheinen soll. Dann sollen die veralteten Java-Versionen auch unter neueren Mac-OS-Versionen blockiert werden. Auf die Blocklist der Windows-Version von Firefox hat Mozilla die verwundbare Java-Version bereits vor zwei Wochen gesetzt. (rei)





