Dienstag, 1. Mai 2012

Werbefirmen suchen Alternative zur UDID

Werbefinanzierte Gratis-Apps gibt es viele. Was viele Smartphone-Nutzer nicht bedenken: Reklamenetzwerke werten die Nutzung vieler dieser Apps akribisch aus, um Anzeigen zielgenauer schalten zu können – und nutzen beispielsweise unter iOS eindeutige ID-Nummern, sogenannte UDIDs mit denen sich auch Kundenprofile bilden lassen.

Vor kurzem hat Apple diese Praxis eingeschränkt, so dass sich die Branche nach alternativen Wegen umsehen muss. Ein Konsortium hat nun einen neuen technischen Weg vorgeschlagen, um das Profiling der Nutzer von kostenlosen Apps weiterführen zu können, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe – allerdings diesmal datenschutzfreundlicher.

Die Mobilwerbefirma Velti und sieben andere Unternehmen wollen statt der UDID eine Kennung namens "ODIN" verwenden, was für "Open Device Identification Number" steht. Die ODIN basiert auf den MAC-Adressen von Smartphones, mit denen die Netzwerkschnittstellen der Geräte gekennzeichnet sind. Weil die ODIN nur eine kryptografische Hash-Funktion der MAC-Adresse bildet, könne man über sie nicht mehr auf die Identität eines Smartphone-Nutzers zurückschließen, sagt Krishna Subramanian von Velti.

Diese Argumentation dürfte nicht jeden überzeugen, denn auch als Hash-Darstellung ist eine ODIN nach wie mit einem konkreten Gerät zugeordnet. "Für zielgerichtete Werbenetzwerke ist dies eine wichtige Komponente", sagt Subramanian. Mit den Werbe-Einnahmen würde schließlich die Entwicklung kostenloser Apps finanziert. Wenn Apple hier nicht kooperativ sei, gebe es als Konsequenz weniger solcher Apps. Das ODIN-System soll angepasst auch auf Android-Geräten laufen. Das Konsortium verspricht, ein Opt-Out-Verfahren zu implementieren, mit dem man sich via Web aus dem Tracking abmelden kann.

Mehr zum Thema in Technology Review online:

(bsc)

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Apple zeigt es den Skeptikern

Nach der Berg- und Talfahrt, auf die Apple seine Aktionäre in den vergangenen Wochen mitgenommen hat, stand der US-Computerkonzern an der Wall Street unter besonderer Beobachtung. Einige Analysten zeigten sich besorgt, der iPhone-Absatz könne hinter den Erwartungen zurückbleiben, nachdem der US-Mobilfunkpartner AT&T deutlich weniger Aktivierungen gemeldet hatte als noch im Weihnachtsquartal. Die Zahlen, die Apple am späten Dienstagabend nach US-Börsenschluss vorgelegt hat, konnten die Bedenkenträger beruhigen und auch die Erwartungen der positiver gestimmten Finanzexperten einmal mehr übertreffen.

Apple hat im Ende März abgeschlossenen zweiten Quartal seines Geschäftsjahres 2012 den Umsatz von 24,7 Milliarden US-Dollar in der Vorjahresperiode auf 39,2 Milliarden US-Dollar (29,7 Milliarden Euro) gesteigert. Seinen Nettogewinn konnte der Hersteller von 6 Milliarden US-Dollar auf 11,6 Milliarden US-Dollar (8,8 Milliarden Euro) oder 12,30 US-Dollar pro Aktie nahezu verdoppeln. Finanzchef Peter Oppenheimer freute sich über neue Rekordzahlen für ein März-Quartal. "Für das dritte Quartal des Geschäftsjahres erwarten wir einen Umsatz um die 34 Milliarden und einen Gewinn pro Aktie von etwa 8,68 US-Dollar", bezifferte Oppenheimer die Prognose für den laufenden Abschnitt.

Im Vorfeld hatten Marktbeobachter befürchtet, Apple könne das rasante Wachstum der letzten Quartale insbesondere beim iPhone-Absatz nicht halten. Die Zahl der beim US-Mobilfunker AT&T aktivierten iPhones waren im Vergleich von Weihnachtsquartal und erstem Jahresabschnitt um 43 Prozent auf 4,3 Millionen zurückgegangen. Die Nachricht hatte die Apple-Aktie, die gerade einen neuen Höchststand erklommen hatte, wieder auf Talfahrt geschickt. Dass es im Schlussquartal 2011 wegen der Neuvorstellung des iPhone 4S zu besonders vielen Aktivierungen gekommen war, schien die Anleger dabei nicht zu interessieren.

Ohnehin haben sich die Befürchtungen als unbegründet erwiesen: "Wir freuen uns riesig über 35 Millionen verkaufte iPhones und fast 12 Millionen verkaufte iPads", erklärte Apple-CEO Tim Cook. Damit hat der Hersteller den iPhone-Absatz von 18,7 Millionen Smartphones im Vorjahresabschnitt deutlich um 88 Prozent steigern können und auch fast die 37-Millionen-Marke des Weihnachtsquartals erreicht. Der iPad-Absatz stieg um 151 Prozent auf 11,8 Millionen Tablets. "Das neue iPad hat einen großartigen Start", sagte Cook. Apple hatte das iPad 3 im März vorgestellt. Für das laufende Jahr versprach Cook "noch viel mehr von dieser Art Innovation" – im Herbst wird das iPhone 5 erwartet, zudem halten sich hartnäckig Gerüchte über einen Fernseher aus Cupertino.

Auch im Computergeschäft konnte Apple weiter wachsen, auch wenn die Kurve hier nicht ganz so steil nach oben zeigt. Rund 4 Millionen Macs konnte der Konzern im zweiten Quartal verkaufen, das waren 7 Prozent mehr als im gleichen Abschnitt des Vorjahres. Lediglich beim Musikplayer iPod, der zunehmend vom iPhone und anderen Smartphones verdrängt wird, zeigt die Wachstumskurve nach unten. Apple hat mit 7,7 Millionen Stück 15 Prozent weniger Musikplayer als im Vorjahresquartal verkauft. Die Anleger ließen sich davon die gute Laune nicht verderben: Im nachbörslichen Handel legte die Apple-Aktie wieder deutlich zu.

* Apple bilanziert seit dem ersten Quartal 2010 nach neuen Buchhaltungsstandards in den USA. Damit werden Einnahmen aus dem Verkauf von iPhone und Apple TV nunmehr vollständig für den Zeitpunkt des Verkaufs verbucht, während sie zuvor über die Lebenszeit der Geräte hinweg auf die Quartale verteilt wurden. Die Angaben zu den Ergebnissen der Vorquartale wurden nach der neuen Bilanzierungsmethode errechnet und weichen entsprechend von den ursprünglich veröffentlichten Zahlen ab. (vbr)


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Hintertür in Netzwerk-Hardware für Industrieanlagen

Das Betriebssystem Rugged Operating System (ROS) des Herstellers RuggedCom enthält eine undokumentierte Hintertür. Die Siemens-Tochter hat sich auf Netzwerk-Equipment für industriellen Einsatz in "rauen Umgebungen" spezialisiert; sie wirbt unter anderem für die Verwendung der Switches und Server in Kraftwerken, Öl-Raffinerien, beim Militär und in der Verkehrsüberwachung.


Stromversorgung, Transport und Verteidgung sind zentrale Einsatzbereiche von ROS. Vergrößern

Ein Posting auf einer Sicherheits-Mailingliste dokumentiert nun, dass auf allen ROS-Systemen ein Benutzer-Account namens "factory" existiert, der sich offenbar nicht deaktivieren lässt. Sein Passwort wird aus der Hardware-Adresse des Netzwerk-Interfaces abgeleitet; ein kleines Perl-Skript demonstriert wie dabei aus der MAC-Adresse 00-0A-DC-00-00-00 das Passwort 60644375 wird. Wer sich im gleichen Netz wie das System befindet, kann die MAC-Adresse problemlos ermitteln. Das US-CERT empfiehlt als Workaround bis zum Erscheinen eines Fixes den Zugang via Telnet und RSH abzuschalten; allerdings ist nicht klar, ob der Backdoor-Account nicht eventuell auch via SSH oder über HTTPS-Dienste zugänglich ist.

Apropos Fix: Besonders erschütternd ist die Timeline dieses Vorgangs. Die Entdecker des Problems nahmen nämlich vor über einem Jahr Kontakt mit RuggedCom auf. Dort bestätigte man demnach zwar, von der Existenz dieser Hintertür zu wissen, zeigte jedoch anscheinend keine Bereitschaft, sie zu entfernen. Nachdem auch das US-CERT eingeschaltet wurde und offenbar ohne Ergebnis mit der Siemens-Tochterfirma kommunizierte, wurde der Sachverhalt nun wie mehrfach angekündigt veröffentlicht. Siemens hat die kanadische Firma Ruggedcom erst kürzlich für knapp 400 Millionen US-Dollar komplett übernommen. (ju)


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Umsatzrückgang bei Ericsson

Apps für iPhone und iPad 60 empfehlenswerte Anwendungen, die mehr aus den Mobilgeräten herausholen

Free AVI Video Converter Wandelt AVI-Video-Dateien unter anderem in WMV-, iPod-, oder Sony-PSP-MP4-Dateien um ...

JonDoFox Benutzerprofil für den Webbrowser Firefox, das für sicheres und anonymes Surfen optimiert ist ...

McAfee Labs Stinger Standalone-Anwendung, die Viren und Würmer auf dem System erkennt und entfernt ...

Directory Opus Dateimanager mit ZIP- und FTP-Unterstützung und Bildviewer; bietet unter anderem eine Volltext- und Dublettensuche sowie Tools zum Synchronisieren ...

Tidy Start Menu Sortiert durch neue Gruppen lange und unübersichtliche Windows-Start-Menüs

Google Drive Online-Speicher mit 5 GByte kostenlosem Speicherplatz; bietet so Platz für Datensicherungen und Daten, auf die man von anderen Rechnern aus zugreifen ...

NShape .NET-Framework zum Erstellen von komplexen Diagrammen wie Schaltplänen, Organigrammen und Flow-Charts in WinForms ...

Diptic Verbindet mehrere Bilder zu einer Collage mit verschiedenen Anordnungen der Bilder ...

Quick Connect Ohne Installation lauffähiges Remote-Desktop-Tool für den Fernzugriff auf Rechner über das Netzwerk oder Internet ...

ModusDoc Erstellt Datenbanken zum Speichern und Verwalten von Dokumenten und Informationen aller Art an einer zentralen Stelle auf dem Rechner

IrfanView Schneller Viewer für diverse Bildformate, spielt über Plug-ins auch andere Multimedia-Formate ab und kann unter anderem Bilder mit diversen Effekten ...

H2testw Integritätstest für Datenträger, vor allem zur Erkennung manipulierter USB-Sticks (siehe auch c't 1/08, S. 24) ...

Wing Commander Saga: The Darkest Dawn Stand-alone-Version des ursprünglich als Modifikation für Freespace 2 entwickelten 3D-Weltraum-Shooters ...

Notepad++ Open-Source-Code-Editor für C, C++, Java, C#, XML, HTML, PHP, Javascript, ASP, VB/VBS, SQL, Objective-C, CSS, Pascal, Perl, Python, Lua, Haskell und ...

F-Secure Rescue CD Auf Linux basierende Boot-CD, die eine saubere Umgebung und den Virenscanner des Herstellers F-Secure für die Rechnerüberprüfung auf Schädlingsbefall ...

WSUS Offline Update (ehemals c't Offline Update) Skriptsammlung, die sämtliche Updates für Windows XP, Server 2003, Server 2008, Vista oder Windows 7 sowie für Office herunterlädt und daraus ...

TrueCrypt Legt verschlüsselte Festplattenpartitionen an, die nur unter Zuhilfenahme des richtigen Passworts gelesen und beschrieben werden können ...

PuTTY SSH-, Telnet- und Rlogin-Client mit einem xterm-Terminal-Emulator, Version für Symbian-Smartphones ebenfalls verfügbar

HBCI für MS Money 99 (HBCIFM99) HBCI-Homebanking-Modul für MS Money 99 Version 2000

FileMenu Tools Erweitert den Datei-Explorer um Funktionen wie die Synchronisierung von Ordnern, das Einfügen von Trennlinien in der Übersicht oder das Kopieren des ...


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Software AG holt sich Know-how für Unified Messaging

Apps für iPhone und iPad 60 empfehlenswerte Anwendungen, die mehr aus den Mobilgeräten herausholen

aiCharts for Android Visualisiert Tabellen aus den Bereichen Technik, Mathematik und Business, die sich auf mobilen Geräten mit Android OS 1.5 oder höher anzeigen lassen ...

AgilePresenter Ermöglicht das Steuern von Präsentationen mit Hilfe von mobilen Geräten; nach Installation der Software auf dem Computer und Öffnen dessen URL im ...

Orbit Downloader Download-Manager, der neben klassischen FTP- und HTTP-Dateien auch Dateien von Filehosts wie rapidshare ...

IPTAM PBX Asterisk-basierte IP-Telefonanlage mit integriertem Hylafax-Fax-Server und Instant-Messaging-Server ...

PlotLab .NET .NET 2.0-Komponente zur Visualisierung von Daten in verschiedenen Darstellungsarten; geeignet für schnelle Fourier-Transformation (FFT)

Freemake Music Box Musik-Player mit Online-Suchfunktion, der Titel und Alben direkt aus dem Internet streamt und abspielt ...

Docmenta Webgestützte Anwendung zum Erstellen von Dokumentationen und E-Books; unterstützt statisches HTML, Web-Help, PDF, EPUB und DocBook als Ausgabeformate

Monitoring Module Monitoring-Tool mit automatischer Benachrichtigungsfunktion zur Überwachung von IT-Komponenten ...

OnlineTaschenrechner.info Online-Taschenrechner sowie Dreisatzrechner, Währungskalkulator, BMI-Rechner und Brutto-/Netto-Rechner

Altimeter+ Befähigt iOS-Geräte dazu, die aktuelle topografische Höhe mit Hilfe eines digitalen Höhenmodells zu ermitteln

IrfanView Schneller Viewer für diverse Bildformate, spielt über Plug-ins auch andere Multimedia-Formate ab und kann unter anderem Bilder mit diversen Effekten ...

Wing Commander Saga: The Darkest Dawn Stand-alone-Version des ursprünglich als Modifikation für Freespace 2 entwickelten 3D-Weltraum-Shooters ...

H2testw Integritätstest für Datenträger, vor allem zur Erkennung manipulierter USB-Sticks (siehe auch c't 1/08, S. 24) ...

VLC media player Universeller Audio-/Video-Player für DivX, VCD, DVD, MPEG-1/2/4 und Ogg Vorbis; Streaming-Server vls ist ebenfalls verfügbar

Notepad++ Open-Source-Code-Editor für C, C++, Java, C#, XML, HTML, PHP, Javascript, ASP, VB/VBS, SQL, Objective-C, CSS, Pascal, Perl, Python, Lua, Haskell und ...

WSUS Offline Update (ehemals c't Offline Update) Skriptsammlung, die sämtliche Updates für Windows XP, Server 2003, Server 2008, Vista oder Windows 7 sowie für Office herunterlädt und daraus ...

TrueCrypt Legt verschlüsselte Festplattenpartitionen an, die nur unter Zuhilfenahme des richtigen Passworts gelesen und beschrieben werden können ...

PuTTY SSH-, Telnet- und Rlogin-Client mit einem xterm-Terminal-Emulator, Version für Symbian-Smartphones ebenfalls verfügbar

HBCI für MS Money 99 (HBCIFM99) HBCI-Homebanking-Modul für MS Money 99 Version 2000

FileMenu Tools Erweitert den Datei-Explorer um Funktionen wie die Synchronisierung von Ordnern, das Einfügen von Trennlinien in der Übersicht oder das Kopieren des ...


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RoboCup Dutch Open präsentiert Eindhoven als Hightech-Region

Im Sportzentrum von Eindhoven haben am heutigen Mittwoch die RoboCup Dutch Open begonnen. Bis Sonntag werden dort Wettkämpfe für Fußball-, Haushalts- und Rettungsroboter ausgetragen. Die Rettungsroboter werden allerdings nur in simulierten Umgebungen nach Überlebenden suchen. Insofern ergänzt sich das Turnier gut mit den RoboCup German Open, die Anfang April in Magdeburg ausgetragen wurden: Dort waren nur Teams mit realen Robotern angetreten.

Alle Simulationswettbewerbe finden in diesem Jahr in den Niederlanden statt – und haben dadurch die Chance, beim Publikum mehr Aufmerksamkeit zu finden als üblich. Dabei dürfte auch ein eigens eingerichteter Vorführraum helfen, in dem die Firma SeeCubic Prototypen ihres neuen Monitors aufgestellt hat, der dreidimensionale Darstellungen ohne Spezialbrillen ermöglicht. Anders als im Kino springen die Bilder den Zuschauer nicht an, bieten aber den Eindruck, durch ein leicht gewelltes Fenster auf eine räumliche Umgebung zu blicken.

Für das Finale der Rettungsroboter wurde eine beeindruckende Simulationsumgebung geschaffen, in der es gilt, einen Fluss zu überqueren, mit Lichtreflexen von sich bewegenden Blättern an Bäumen zurechtzukommen und in Gebäude vorzudringen. Die Bilder erinnern nicht zufällig an Computerspiele. "Wir nutzen, so weit es geht, die vorhandenen Technologien", sagt Arnoud Visser von der Universität Amsterdam, der die Simulationswettbewerbe leitet.

Für den Fußballwettbewerb realer Roboter auf dem 12 m × 18 m großen Feld der Middle Size League haben die Veranstalter fünf Teams nach Eindhoven locken können. Für die Small Size League gab es dagegen nicht genügend Anmeldungen, sodass kein Spielfeld aufgebaut wurde. Für humanoide Roboter gibt es ebenfalls keine Wettbewerbe, es sind aber verschiedene Demonstrationen geplant.

Eine erste Demo konnten die Zuschauer bereits heute verfolgen: Mit Hilfe eines an der Universität Amsterdam entwickelten Systems können Bewegungen eines Menschen von einer Kinect-Kamera aufgezeichnet und auf einen humanoiden Nao-Roboter übertragen werden. Der von drei Schülern unternommene Versuch, auf diese Weise Würfel zu stapeln, gelang allerdings nicht so reibungslos wie erhofft. Doch gerade diese Fehler gehören bei öffentlichen Robotikveranstaltungen unbedingt dazu, vermitteln sie doch sehr anschaulich die Komplexität der Technik und die damit verbundenen Herausforderungen.

Die große Herausforderung, die den Organisatoren der RoboCup Dutch Open bevorsteht, ist die RoboCup-Weltmeisterschaft, die im kommenden Jahr in Eindhoven stattfinden soll. Eigentlich hatte das Team um René van de Molengraft eine WM im Jahr 2014 angestrebt. Doch dann musste das in Osaka für 2013 geplante WM-Turnier kurzfristig abgesagt werden. Die Niederländer waren die einzigen, die kurzfristig einspringen konnten. "Alle Wettbewerbe werden im Sportzentrum stattfinden", sagt Molengraft. "Die verschiedenen Hallen sind alle in Laufweite voneinander. Zusätzlich werden wir noch Zelte errichten."

Ein wichtiges Anliegen der Veranstalter ist es, Eindhoven als Hightech-Region zu präsentieren. Dazu dient ein eigener Ausstellungsbereich, in dem elf Firmen ihre Produkte vorstellen. Kinder können sich zudem in einer Spielzone mit Dinosaurier-Robotern vertraut machen. Viele nutzten diese Gelegenheit schon am ersten Tag. Wer nicht die Chance hat, nach Eindhoven zu kommen, kann sich aber auch über den – niederländisch kommentierten – Live-Stream auf der Homepage der Veranstaltung einen Eindruck vom Geschehen verschaffen. (Hans-Arthur Marsiske) / (anw)


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Hintergrund: Patt bei der Vorratsdatenspeicherung

Bei der Vorratsdatenspeicherung haben sich das CSU-geführte Bundesinnenministerium und das FDP-geführte Bundesjustizministerium in eine Pattsituation hineinmanövriert. Bis zum Auslaufen der von der EU-Kommission gesetzten Frist am Donnerstag wird es keinen Kompromissvorschlag mehr geben. Die EU-Kommission wird lediglich ein Papier erhalten, in dem die Bundesregierung ihr weiteres prozedurales Vorgehen erläutern wird.

Innenminister Hans-Peter Friedrich hatte sich bis zur letzten Minute mit seiner Reaktion auf den vom Justizministerium vorgelegten Vorschlag Zeit gelassen, nämlich bis zum vergangenen Freitagnachmittag. Friedrich hatte zuvor behauptet, der Änderungsvorschlag enthalte "sowohl die Ideen von Frau Leutheusser-Schnarrenberger als auch die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts und der EU-Richtlinie", wobei er keinen Konflikt zwischen sich und der Justizministerin, sondern vielmehr einen zwischen ihr und dem europäischen Recht erkennen wollte.

Bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch, warum Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger den Lösungsvorschlag umgehend als "Kriegserklärung" bezeichnete: Das Innenministerium wollte letztlich die alte Vorratsdatenspeicherung wieder einführen, die Verkehrsdaten also für sechs Monate speichern. Dabei sollten alle Anbieter öffentlich zugänglicher Kommunikationsdienste zur Speicherung verpflichtet werden – unabhängig von der Zahl ihrer Kunden.

Auch wurden zahlreiche Konfliktpunkte nicht ausgeräumt. So kommt der Innenminister den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts kaum entgegen. Obwohl sich beispielsweise die EU-Richtlinie nicht dazu äußert, ob Telekommunikations- und Internetdaten für nachrichtendienstliche Zwecke verwendet werden können, verlangte das Innenministerium genau dies: Verfassungsschutzbehörden, Bundesnachrichtendienst und der Militärische Abschirmdienst sollen Zugriff erhalten, wenn eine "konkrete Gefahr" vorliegt. Dies entspricht zwar den Vorgaben des Gerichts, das den Zugriff entsprechend einschränkte. Allerdings wird bei konkreten Gefahren die Polizei präventiv oder sogar bereits repressiv tätig. Ein für die Nachrichtendienste relevanter Fall, die ja Vorfeldaufklärung betreiben, wäre insofern kaum denkbar. Dennoch beharrt das Innenministerium auf dieser wohl eher theoretischen Möglichkeit, obwohl sie sich an den Grenzen des verfassungsrechtlich Zulässigen bewegt.

Das Innenministerium beharrt darauf, Anonymitätsdienste zu erfassen. Auch dies verlangt die Richtlinie nicht, weshalb wohl kein anderer Mitgliedsstaat Anonymitätsdienste in seine nationalen Umsetzungen der Richtlinie einschließt. Dabei nutzt der deutsche Staat selbst Anonymisierung, um behördeninterne Kommunikation zu sichern. Darüber hinaus verpflichtet das Telemediengesetz Diensteanbieter, die Nutzung von Telemedien und ihre Bezahlung anonym oder unter Pseudonym zu ermöglichen, soweit dies technisch möglich und zumutbar ist.

Die Richtlinie verlangt zudem, dass die Vorratsdaten gegen "schwere Straftaten" verwendet werden sollen. Wie diese definiert werden, überlässt sie den Mitgliedsstaaten. Strafverfolger wie konservative Politiker werben für die Vorratsdatenspeicherung denn auch mit dem Argument, dass schwere Straftaten wie Mord und Erpressung oder terroristische Akte aufgeklärt werden sollen. Tatsächlich aber belässt es das Innenministerium nicht bei schweren Straftaten, sondern will den Zugriff auf die Daten schon bei Ordnungswidrigkeiten erlauben. Hier verlangte das Bundesverfassungsgericht allerdings einen Katalog der Tatbestände, die einen Zugriff rechtfertigen sollen. In seinem letzten Änderungsvorschlag lässt das Innenministerium genau diese Frage offen.

Zu den möglichen Ordnungswidrigkeiten gehört etwa das Mit-sich-Führen von unangemeldeten Bargeldbeständen. Eine Kabinettsvorlage, wie sie die EU-Kommission jetzt erwartet hatte, hätte genau ausführen müssen, welche Ordnungswidrigkeiten zum Datenzugriff berechtigen sollen. Anders als von Innenminister Friedrich vergangene Woche behauptet, legte das Innenministerium damit keinen Gesetzentwurf vor, der "sofort ins Kabinett" könnte.

Im Ergebnis erhalten die Strafverfolger nun nicht einmal die Daten, die sie im Rahmen des vom Justizministeriums skizzierten Verfahrens "Quick Freeze Plus" erhalten könnten, das einen Zugriff auf die Verbindungsdaten bei konkreten Anlässen sowie eine Speicherung der IP-Adressen für sieben Tage vorsieht. Das Bundesverfassungsgericht sah in einer Speicherung der Telekommunikationsverkehrsdaten für sechs Monate nichts, was "auf eine Totalerfassung der Kommunikation oder Aktivitäten der Bürger insgesamt angelegt wäre". Deshalb hätte es wohl mit Verweis hierauf durchaus Verhandlungsmasse gegeben. Die Strafverfolger dürfen nun darauf warten, bis sich beide Ministerien einigen oder die EU-Kommission eine reformierte Richtlinie vorlegt, die dann als Vorlage für eine deutsche Regelung dienen kann. Die EU-Kommission hat möglicherweise vergeblich darauf gehofft, dass die deutsche Bundesregierung ihr eine Blaupause liefern würde. (Christiane Schulzki-Haddouti) / (anw)


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