Freitag, 1. Juni 2012

Google Apps mit Sicherheitszertifikat

Der Cloud-Anbieter Google hat sich vom anerkannten Auditierungsunternehmen Ernst & Young CertifyPoint überprüfen lassen und die Bescheinigung erhalten, dass seine Maßnahmen für die Datensicherheit seiner Google Apps der internationalen Norm ISO 27001 entsprechen. Das daraufhin errungene Zertifikat ist ein wichtiges, wenn auch nicht allein hinreichendes Kriterium für Unternehmen, wenn sie die Sicherheit empfindlicher, zum Beispiel personenbezogener Daten beim Speichern und Bearbeiten in der Cloud bewerten wollen. Allerdings steckt die ISO-Norm nur einen Rahmen ab, wie das zertifizierte Unternehmen seine selbst formulierten Sicherheitsansprüche umsetzt – zum Beispiel, mit welchen Schritten es als inakzeptabel eingestufte Sicherheitsrisiken eindämmt. Darüber, wann ein Risiko als inakzeptabel gelten soll, macht die Norm jedoch keine konkreten Vorgaben.

Wir befragten Eran Feigenbaum, Sicherheitschef für den Bereich Google Enterprise, nach den konkreten Maßnahmen seines Unternehmens, erhielten aber im Wesentlichen die Antwort, gerade aus Sicherheitsgründen sei die Dokumentation der einzelnen Vorkehrungen nicht für die Öffentlichkeit bestimmt – ein Standpunkt, den zum Beispiel der Mitbewerber Microsoft teilt. Während aber Microsoft, das für verschiedene seiner Online-Dienste entsprechende Zertifikate um den Jahreswechsel 2011/2012 erlangt hatte, diese Pauschalangaben seitenweise konkretisiert und sich zum Beispiel zum Schutz gegen internationale Nachforschungsforderungen just an der "Orientierungshilfe - Cloud Computing" der Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder (PDF)ausgerichtet hat, bezog Feigenbaum gegenüber heise online eine einfachere Position: Im Prinzip müsse jedes Unternehmen für sich herausfinden, ob der Schutzbedarf seiner Daten beim Cloud Computing erfüllt werde, und im Übrigen sei es ein Sicherheitsfeature, dass Daten bei Google Apps auf zahlreichen, im Einzelfall unbekannten Servern gespeichert würden. Das erschwere Angreifern das Handwerk.

Eine Sonderlösung, wie Google sie mit der Government-Edition seiner Apps in den USA eingerichtet hat, sei für europäische Kunden – staatlich oder privat – nicht zu erwarten, dafür sei das absehbare Nutzungsvolumen zu gering. Ähnlich wie Microsoft dies mit gesonderten Gebühren für Großunternehmen anbietet, offeriert Google US-amerikanischen Behördenkunden eine separate Cloud, deren Nutzer sich die Resourcen ausschließlich untereinander teilen müssen, nicht aber mit allen anderen Cloud-Kunden. (hps)


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Zeiss kann Verluste im Halbleitergeschäft auffangen

Apps für iPhone und iPad 60 empfehlenswerte Anwendungen, die mehr aus den Mobilgeräten herausholen

ProgDVB Fernseh- und Radioempfang über DVB-PCI-Karten, für die Speicherung in verschiedenen Formaten sind kostenpflichtige Codes nötig ...

iSpy Verwandelt den Rechner in eine Überwachungszentrale und nutzt dabei angeschlossene Webcams und Mikrofone ...

XCell Compiler Wandelt Excel-Spreadsheets in ausführbare Dateien (EXE) um und verhindert somit Analyse und unerwünschte Wiederverwendung der benutzen Formeln ...

Postbuch Digitale Dokumentenverwaltung zum Verwalten der ein- und ausgehenden Post, etwa Briefe, Pakete, Faxe und E-Mails ...

daCAPI ISDN-Monitor mit Anrufsperre, E-Mail, Journal, Telefonbuch und Inverssuche; Focus der aktuellen Anwendung bleibt bei einem Anruf erhalten ...

ePub zu HTML Wandler Konvertiert ePub-Dateien stapelweise ins HTML-Format; ermöglicht so das Lesen via Browser und macht ePub-Reader unnötig

swabr - Enterprise Microblogging Enterprise Microblogging Service für Unternehmen und Organisationen, ähnlich zu Twitter ...

phpBoard Forum mit Funktionen für Profile, Feeds und Statistiken; lässt sich auf jedem Webspace mit PHP und MySQL installieren und über einen komfortablen ...

ExportIT ACT! -Add-on, das Daten wie Kontakte, Firmen und Historien bis hin zu den Felddefinitionen aus einer CRM-Datenbank in eine CSV-Datei exportiert ...

WSPPDE Portable Entwicklungsumgebung für Python mit Fokus auf wissenschaftliche Entwicklungen ...

IrfanView Schneller Viewer für diverse Bildformate, spielt über Plug-ins auch andere Multimedia-Formate ab und kann unter anderem Bilder mit diversen Effekten ...

H2testw Integritätstest für Datenträger, vor allem zur Erkennung manipulierter USB-Sticks (siehe auch c't 1/08, S. 24) ...

GIMP Professionelle Bildbearbeitung, die alle dafür wichtigen Werkzeuge bietet, zahlreiche Filter und Effekte enthält sowie Ebenen unterstützt ...

AS SSD Benchmark Benchmark-Tool speziell für Solid State Drives (SSD); nicht für normale Festplatten geeignet ...

Firefox Mächtiger Browser, unter anderem mit Popup-Blocker, Malware-Schutz, Tabbed-Browsing, Tagging, Zoom-Funktionen, eingebetteter Google-, Yahoo- und ...

WSUS Offline Update (ehemals c't Offline Update) Skriptsammlung, die sämtliche Updates für Windows XP, Server 2003, Server 2008, Vista oder Windows 7 sowie für Office herunterlädt und daraus ...

TrueCrypt Legt verschlüsselte Festplattenpartitionen an, die nur unter Zuhilfenahme des richtigen Passworts gelesen und beschrieben werden können ...

PuTTY SSH-, Telnet- und Rlogin-Client mit einem xterm-Terminal-Emulator, Version für Symbian-Smartphones ebenfalls verfügbar

HBCI für MS Money 99 (HBCIFM99) HBCI-Homebanking-Modul für MS Money 99 Version 2000

Project Gutenberg Projekt mit über 30.000 freien Texten in verschiedenen Sprachen, die sich online lesen oder herunterladen lassen ...


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Deutsche lieben Android und Symbian

Android ist das beliebteste Smartphone-Betriebssystem in Deutschland. Das Google-System kommt in einer aktuellen Markterhebung von Comscore im ersten Quartal 2012 auf einen Marktanteil von 40 Prozent. Das von vielen Herstellern eingesetzte System konnte seine Verbreitung damit im Vergleich zum Vorjahresabschnitt (17 Prozent) deutlich ausbauen.

Auf dem zweiten Platz der im Auftrag des Bitkom erstellten Erhebung unter 5000 Handybesitzern folgt Symbian. Das einstige Flaggschiff von Nokia bringt es immerhin noch auf 24 Prozent Marktanteil, musste im Vergleich zum Vorjahresquartal (42 Prozent) aber deutlich Federn lassen. Jeder fünfte befragte deutsche Handy-Nutzer telefoniert mit einem iPhone. Das Apple-Betriebssystem iOS kommt auf einen Marktanteil von 22 Prozent (Vorjahr: 21 Prozent). Apple und Android dominieren auch den weltweiten Smartphone-Markt.

Der ewige Herausforderer Microsoft bleibt mit seinem Smartphone-System in einstelligen Bereich. Windows Phone kommt im ersten Quartal auf einen Marktanteil von 7 Prozent. Dass Microsoft vor Jahresfrist hier noch 11 Prozent verbuchen konnte, dürfte auch dem stetig schwindenden Marktanteil von Windows Mobile geschuldet sein. Die Comscore-Zahlen für Windows Phone enthalten auch die für das Vorgängersystem.

Einer anderen Erhebung zufolge ist dieser Anteil von Windows Mobile in Deutschland aber nur noch gering. Laut dem Kantar Worldpanel für das erste Quartal kommt Microsoft bei Smartphones in Deutschland auf insgesamt 7,5 Prozent Marktanteil, wovon 6,2 Prozent auf Windows Phone entfallen und 1,3 auf Windows Mobile.

Der Blackberry spielt mit einem Marktanteil von 3 Prozent in den Comscore-Erhebung nur noch eine Nebenrolle (Vorjahr: 4,5 Prozent). Andere Systeme kommen auf zusammen 4 Prozent. Den Bitkom-Zahlen zufolge sind in Deutschland 23,6 Millionen Smartphones als Erstgerät im Einsatz. Das sind 8,1 Millionen oder 52 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit besitzen 41 Prozent aller Handynutzer ab 15 Jahren in Deutschland ein Smartphone. (vbr)


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Adobe Media Server 5 streamt DRM-geschützt nach iOS

Adobe hat die neue Version 5 seines Adobe Media Servers angekündigt, den direkten Nachfolger des Flash Media Servers. Die Technik ist Teil des Primetime-Projekts, mit dem Adobe seine Marktposition im Bereich für kommerzielle Videoübertragungen ausbauen möchte. Konkret bedeutet das, dass man jetzt auch DRM-geschützte Streams auf die iOS-Plattform schicken kann. Andere mobile Zielumgebungen werden ebenfalls unterstützt.

Der Adobe Media Server 5 bietet im Wesentlichen zwei Techniken für die Sicherung von Datenströmen: Einen DRM-Schutz über Adobe Access 4 und eine Übertragung über Protected HTTP Live Streaming (PHLS). Gerade letzteres soll eine besonders sichere Verschlüsselung erlauben, ohne dass spezielle DRM-Server nötig wären. Das Verfahren soll sich für AIR-Anwendungen ebenso eigenen wie für native Objective-C-Apps.

Mit dem Update findet Adobe Anschluss an vergleichbare Angebote wie Microsofts Smooth Streaming in Verbindung mit PlayReady-DRM-Schutz, die schon länger native iOS-Clients für DRM-geschützte Übertragungen via HLS ermöglichen.

Details zum Release nennt Kevin Towes, Senior Product Manager für den Adobe Media Server, im Adobe-Blog. Konkrete Angaben zum Veröffentlichungstermin macht er dabei noch nicht, bekannt ist nur, dass der Adobe Media Server 5 in Kürze erscheinen soll.

Siehe dazu auch:

(rl)

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Schwache T-Aktie erzürnt Telekom-Aktionäre

Telekom-Chef René Obermann gerät zunehmend in die Schusslinie der Aktionäre. Auf der Hauptversammlung des Unternehmens am heutigen Donnerstag in Köln äußerten Kleinanleger ihren Unmut vor allem über die Entwicklung des Aktienkurses und der schwächelnden Geschäfte des Unternehmens im In- und Ausland. "Die Telekom braucht dringend eine Perspektive, um ein Ausbluten zu verhindern und um Umsatz- und Marktanteile zu verteidigen", sagte Klaus Kaldemorgen von der größten deutschen Fondsgesellschaft DSW.


Obermann auf der Aktionärsversammlung
Bild: telekom.de Zuvor hatte sich auch Obermann unzufrieden gezeigt mit der Entwicklung der T-Aktie. Allerdings habe sich der Bonner Konzern in einem schwierigen Markt besser geschlagen als die vergleichbaren europäischen Konkurrenten. An der Börse notierte die T-Aktie am Nachmittag mit rund 8,80 Euro leicht im Plus.

Keine konkrete Antwort erhielten die Aktionäre auf Fragen nach der Dividendenpolitik in den kommenden Jahren. Für das laufende Geschäftsjahr werden an die Anteilseigener im Rahmen eines für drei Jahre angelegten Programms noch einmal mindestens 70 Cent ausgeschüttet. Anfang kommenden Jahres wolle der Vorstand über die künftige Finanzstrategie entscheiden, sagte Finanzvorstand Tim Höttges.

Das bröckelnde Kerngeschäft will Obermann künftig durch steigende Umsätze in den Wachstumssparten auffangen. So sollen sich die Erlöse aus dem mobilen Internet, aus Cloud- und Onlinediensten für Privatkunden sowie dem Bereich vernetztes Zuhause auf ein Volumen von 29 Milliarden Euro erhöhen. Man müsse den Geschäftsfeldern aber Zeit für ihre Entwicklung geben. Im vergangenen Jahr hatte die Telekom rund 6 Prozent Umsatz verloren. Zugleich werde das Unternehmen im Kerngeschäft um jede Kundenbeziehung kämpfen, betonte Obermann.

Der Telekom-Chef kritisierte erneut die scharfe Regulierung in Deutschland und die bevorzugte Behandlung von Kabelnetzbetreibern. Inzwischen werde auch im Mobilfunk durch die Eingriffe zur Absenkung der sogenannten Terminierungsentgelte zugelangt. Hierdurch würden Anreize zum Investieren genommen. Obermann: "Wir brauchen weniger statt mehr Regulierung."

In den USA sucht die Telekom weiterhin nach einer Lösung für die angeschlagene Tochterfirma T-Mobile. "Ein vollständiger Verkauf wie an AT&T ist aber eher unwahrscheinlich, wir müssen andere Wege gehen", unterstrich Obermann. Alle Optionen seien offen.

Im vergangenen Jahr war der geplante Verkauf von T-Mobile USA an den Konkurrent AT&T am Widerstand der Aufsichtsbehörden gescheitert. Die Konzerntochter ist mit gut 33 Millionen Kunden nur die Nummer vier des Landes und war in den vergangenen Jahren erheblich unter Druck geraten. Kunden kehrten dem Unternehmen auch wegen des Umsatzrenners iPhone, das die Telekom in den USA nicht vermarkten darf, den Rücken. (dpa) / (anw)


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Arte ist seit 20 Jahren auf Sendung

Am 30. Mai feiert der deutsch-französische Fernsehsender Arte seinen 20. Geburtstag. Der Kulturkanal, der der deutsch-französischen Freundschaft neuen Schwung geben sollte, ging 1992 auf Sendung. Bereits anderthalb Jahre zuvor, am 2. Oktober 1990, einen Tag vor der deutschen Wiedervereinigung, war der zugrunde liegende Vertrag von den Ländern der alten Bundesrepublik und der Republik Frankreich unterzeichnet worden. Über die Jahre wurde das Programm von Arte immer weiter ausgeweitet, bis zur schließlich ganztägigen Ausstrahlung in Frankreich und Deutschland.

Der Sender wird heute zu 95 Prozent aus Rundfunk- und Fernsehgebühren der beiden Nachbarländer finanziert und kann deshalb auf Werbeeinnahmen verzichten. Im vergangenen Jahr lag das Budget bei etwa 425 Millionen Euro. Der Marktanteil liegt laut Wolfgang Bergmann, dem Geschäftsführer von Arte Deutschland, hierzulande konstant bei etwa einem Prozent, in Frankreich bei etwa zwei Prozent. Brisante und aktuelle Themen steigern das Interesse jedoch schlagartig. So hätten Dokumentarfilme über die Langzeitfolgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl oder das Bienensterben in Deutschland und Frankreich mehr als zwei Millionen Zuschauer interessiert. Den bisherigen Quotenrekord in Deutschland erreichte Kai Wessels Fernsehfilm "Die Flucht" mit 2,4 Millionen Zuschauer.


Programmankündigung auf Arte Vergrößern
Bild: univers.arte.tv Anlässlich des Geburtstag verweist die Arte-Präsidentin Véronique Cayla gegenüber der Nachrichtenagentur dpa auf die Erfolge des Projekts. Arte habe bewiesen, "dass zwei so unterschiedliche Länder wie Deutschland und Frankreich gemeinsam ein solch bedeutsames Projekt stemmen können, weil sie ein gemeinsames Anliegen haben: eine gemeinsame Geschichte schaffen und europäische Kulturräume fördern". Die Identität des Projekts sei dadurch zwar deutsch-französisch, der Auftrag jedoch ein europäischer. Insgesamt 85 Prozent der Sendungen kommen ihr zufolge aus Europa. Damit sei Arte eine wahre Talentschmiede für europäische Produzenten, Regisseure und Künstler.

Laut Arte selbst sind rund 43 Prozent aller Sendungen Dokumentationen, 18 % Spielfilme, 10 Prozent Fernsehfilme. 17 Prozent der Programme sind dem Genre Information zuzuordnen und weitere 10 Prozent Musik, Theater, Tanz. Kurzfilme machen 2 Prozent aller Sendungen aus. Insgesamt 75 Prozent der Sendungen des Arte-Abendprogramms sind außerdem Erstaustrahlungen. (mit Material von dpa) / (mho)


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China wirft USA Internetzensur vor

Das US-Außenministerium hat vergangene Woche seinen jährlichen Bericht zur Lage der Menschenrechte in fast 200 Ländern vorgelegt. Der Staatsrat der Volksrepublik China meint, in den "2011 Country Reports on Human Rights Practices" fehle ein Land: die USA. Er hat deshalb einen eigenen Bericht zur Lage der Menschenrechte dort vorgelegt, der von China Daily dokumentiert wird. Er ist unterteilt in Kapitel zur persönlichen Sicherheit der Bürger; zu ihren wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechten; zur Diskriminierung von Minderheiten; zu Rechten der Kinder und Frauen; Verletzung der Rechte von Menschen im Ausland sowie zu Bürger- und politischen Rechten.

In dem Kapitel zu den Bürgerrechten heißt es, der Begriff "Internetfreiheit" sei für die USA lediglich ein Vorwand, um auf andere Länder diplomatischen Druck auszuüben und nach Hegemonie zu streben. Die USA selbst schränkten die Pressefreiheit ein, kontrollierten und beschränkten das Internet stark, beispielsweise durch den Patriot Act und den Homeland Security Act. Auch verweisen die Chinesen auf einen Gesetzentwurf von US-Senatoren für einen "Internet-Kill-Switch".

Die US-Regierung lasse zudem eine Software entwickeln, mit der ein Armee-Angehöriger verschiedene virtuelle Identitäten in sozialen Netzwerken wie Facebook oder auf Twitter steuern könne. Sie sei dafür gedacht, das Recht auf freie Meinungsäußerung im Internet zu kontrollieren und zu beschneiden. Das US-Ministerium für innere Sicherheit durchforste das Web regelmäßig nach Schlüsselwörtern wie "illegale Einwanderer", "Virus" und "Tod" und spüre Twitter-Nutzern nach, die inkriminierte Inhalte weiterleiteten.

Bei diesen und bei anderen Beispielen beruft sich der chinesische Staatsrat hauptsächlich auf Medienberichte. In den anderen Kapiteln heißt es unter anderem, die US-amerikanische Gesellschaft leide unter Gewaltverbrechen, das Leben und der Besitz der Bürger werde nicht ausreichend geschützt. Es habe exzessive Verhaftungen von Mitgliedern der Bewegung "Occupy Wall Street" gegeben. Da sehr viele Abgeordnete im US-Kongress Millionäre seien, blockierten sie Pläne der US-Regierung zur höheren Besteuerung von Reichen. Die USA seien gemessen an der Gesamtbevölkerung das Land mit der höchsten Quote an Strafgefangenen, die oft unter unzureichenden Bedingungen untergebracht seien – viele von ihnen unschuldig. In den USA öffne sich die Schere zwischen Arm und Reich immer mehr, würden Minderheiten diskriminiert sowie Frauen und Kindern grundlegende Rechte vorenthalten.

Die USA hatten in ihrem Menschenrechtsbericht der chinesischen Regierung unter anderem routinemäßige Unterdrückung von Organisationen und einzelnen Menschen vorgeworfen. Weiter würden in China Menschen gefoltert und ohne Gerichtsverfahren hingerichtet. Der chinesische Staatsrat meint, die USA seien für ihre eigenen Belange blind. Der US-Bericht kritisiert auch Verstöße gegen das demokratische Prinzip, ein schwaches Rechtssystem und Beschränkungen der Meinungsfreiheit in Russland. Das dortige Außenministerium wies die Darstellungen laut einem Bericht der Nachrichtenagentur RIA Novosti als nicht objektiv zurück. (anw)


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