Montag, 25. Juni 2012

Windows-Update-Update mit Anlaufschwierigkeiten

Microsoft hat außerhalb der Reihe der üblichen monatlichen Patchdays ein Windows-Update veröffentlicht – und zwar für die Update-Funktion selbst. Wie Leser berichten und auch auf Testrechnern zu sehen war, geht dies aber nicht immer glatt.


Windows Update will ein Windows-Update-Update einspielen. Vergrößern Das Update wird seit drei Tagen nach und nach ausgeliefert. Ruft man die Windows-Update-Funktion auf, meldet sie "Es muss zunächst ein Update für 'Windows Update' installiert werden, damit nach anderen Updates gesucht werden kann." Klickt man auf "Jetzt installieren", schlägt die Installation auf einigen Rechnern jedoch mit Code 80070057 oder Code 8007041B fehl.

Bei dem Update handelt es sich um eine Aktualisierung des Windows-Update-Clients von Revision 7.4.7600.226 auf 7.6.7600.256 – also nicht um einen Trojaner, wie von einigen Lesern befürchtet.

Bei einem Testrechner genügte es, den Update-Versuch mehrfach zu wiederholen (links auf "Nach Updates suchen" klicken), bis das Update erfolgreich angewandt wird. Für hartnäckige Fälle stellt Microsoft über den Knowledgebase-Artikel 949104 ein Fixit-Werkzeug zur Verfügung (Direkt-Link). Nach der Aktualisierung wird der Update-Client automatisch beendet und neu gestartet, das Betriebssystem selbst muss aber nicht neu gestartet werden. (ghi)


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Facebook-Börsengang: Keine Befragung wegen Betrugsvorwürfen

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Subnotebook mit Brazos 2.0


Sony bringt den 11,6-Zöller Vaio E11 in drei Farben auf den Markt. Vergrößern
Bild: Sony Anfang des Monats hat AMD mit Brazos 2.0 den Nachfolger der bisherigen C- und E-Serien-APUs angekündigt, ab Mitte Juli soll das erste damit bestückte Notebook in die Läden kommen: Sonys 11,6-Zöller Vaio E11 soll dann für 480 Euro in den Farben Weiß (SV-E1111M1EW), Schwarz (SV-E1111M1EB) und Pink (SV-E1111M1EP) in den Läden stehen.

Die technische Ausstattung ist bei allen drei Modellen identisch: Der Prozessor E2-1800 läuft mit 1,7 GHz und bietet damit kaum mehr Rechenleistung als die bisherigen Modelle E-350 (1,6 GHz) oder E-450 (1,65 GHz) oder Intels Atom. Die integrierte Grafikeinheit Radeon HD 7340 kann sich jedoch deutlich von der Intel-Konkurrenz absetzen – mit höherer 3D-Leistung, besserer Treiber-Unterstützung und problemloser HD-Video-Beschleunigung. Auch der zugehörige Chipsatz A68M punktet gegenüber Intels NM10, enthält er doch USB 3.0.

Im Vaio E11 spricht allerdings nur ein USB-Port 3.0, die beiden anderen haben 2.0-Geschwindigkeit. Darüber hinaus stehen HDMI- und VGA-Ausgang, je eine Audio-Ein- und Ausgang sowie ein Kartenleser für SDXC-Karten und MemorySticks zur Verfügung. Die Netzwerk-Buchse beherrscht Gigabit, das WLAN funkt nach IEEE 802.11n (vermutlich nur im 2,4-GHz-Band). Bluetooth ist in der aktuellen Version 4.0+HS enthalten. Alle drei Modelle haben 4 GByte Arbeitsspeicher und eine 500-GByte-Festplatte; der – wohl spiegelnde – Bildschirm zeigt 1366 × 768 Punkte. Eine Laufzeit für das 1,5 Kilogramm schwere Notebook nennt Sony nicht. (mue)


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Dell will sparen und gleichzeitig wachsen

PC-Hersteller Dell hat am Mittwoch Pläne vorgestellt, wie das Unternehmen wieder auf Erfolgskurs kommen will. Vorgesehen sind unter anderem Einsparungen in Höhe von 2 Milliarden US-Dollar innerhalb der nächsten drei Jahre, wie verschiedene US-Medien berichten.

Hauptsächlich betreffen die Einsparungen laut CBS den Vertrieb, wo die Ausgaben durch Rationalisierungen um 800 Millionen US-Dollar gedrückt werden sollen. Weitere 600 Millionen US-Dollar sollen in den Fabriken und anderen Bereiche der Lieferkette eingespart werden. Ebenfalls sollen im Servicebereich 400 Millionen US-Dollar weniger aufgewendet werden, in der internen Verwaltung 200 Millionen US-Dollar. Inwieweit dieses umfassende Sparprogramm auch Entlassungen umfasse, wurde von Dell nicht ausgeführt. Derzeit beschäftigt das Unternehmen weltweit knapp 110.000 Mitarbeiter.

Dem Wall Street Journal zufolge wolle man jedoch auch für weiteres Unternehmenswachstum sorgen. Hierbei sollen insbesondere die Umsätze außerhalb des relativ margenschwachen PC-Geschäfts vorangebracht werden, genannt wurden die Segmente Software und Dienstleistungen. Dell wolle dabei sein Softwaregeschäft vervierfachen, Umsatzziel für das Bilanzjahr 2016 seien hier 2 Milliarden US-Dollar. Der Servicebereich solle bis dahin um ein Viertel zulegen, wobei mit einem Umsatz von 10,5 Milliarden US-Dollar gerechnet werde. Auch bei den Geschäftkunden wolle man bis zu diesem Zeitpunkt zulegen – um 45 Prozent auf einen Umsatz von 15 Milliarden US-Dollar.

Dells Kerngeschäft wird laut Wall Street Journal jedoch nach wie vor der PC-Bereich bleiben. Als Ziel für den Gesamtumsatz im Jahr 2016 gab der Konzern 47 Milliarden US-Dollar an. Besonderes Wachstum erwarte man dabei in den Schwellenländern wie China, Indien und Brasilien, wo die PC-Verkäufe nach wie vor stark anzögen.

Einen Tag zuvor hatte Dell bekannt gegeben, seinen Aktionären pro Quartal eine Dividende von 8 US-Cent pro Aktie ausschütten zu wollen, was einer Dividendenrendite von 2,7 Prozent entspricht. Zuletzt hatte Dell ein enttäuschendes erstes Quartal 2012 mit einem Gewinneinbruch von 33 Prozent vermelden müssen und laut Zahlen der Marktforschungsfirma Gartner seinen Platz als Nummer zwei im globalen PC-Markt eingebüßt. (axk)


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Von der Leyen fordert "Funkstille in der Freizeit"

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) fordert eine deutliche Trennung von Arbeit und Freizeit. "Es muss ganz klare Regeln innerhalb eines Betriebes geben was Handykultur, Mailverkehr angeht. Diese Regeln müssen vom Arbeitgeber gesetzt werden, aber auch von den Beschäftigten gelebt werden", sagte sie am Dienstag in Berlin. So wie es Arbeitsschutzmaßnahmen wie Bauhelme gebe, müsse es auch psychischen Arbeitsschutz geben. "In der Freizeit sollte Funkstille herrschen", forderte von der Leyen.

Das Problem ist nicht neu: 88 Prozent der Berufstätigen sind einer Bitkom-Umfrage vom vergangenen Sommer zufolge auch außerhalb ihrer Arbeitszeit per Handy oder E-Mail erreichbar. Die ersten Unternehmen reagierten bereits: Der Betriebsrat von Volkswagen hat für die VW-Beschäftigten Ende 2011 eine "Blackberry-Pause" nach Feierabend durchgesetzt. "Aus der Belegschaft und vom Unternehmen selbst kommen nur positive Reaktionen", sagt der Konzernbetriebsrats-Vorsitzende Bernd Osterloh.

"Kein Arbeitnehmer ist verpflichtet, mehr zu leisten, als er vertraglich schuldet. Umgekehrt gilt aber auch: Engagement und Leistungsbereitschaft sollten nicht zwangsweise eingeschränkt werden", heißt es in einer Stellungnahme der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Es stehe jedem Unternehmen frei, Näheres in Dienstanweisungen oder Betriebsvereinbarungen zu regeln, betont ein BDA-Sprecher auf Anfrage von dpa.

Verdi-Sprecher Jan Jurczyk meint, der Drang zur ständigen Erreichbarkeit sei «eine ambivalente Entscheidung». In manchen Unternehmen seien die Anforderungen gegeben, einige Arbeitnehmer setzten sich aber auch selbst unter Druck. "Es ist eine stillschweigende Erwartung, die mit dieser Technik weitergereicht wird", sagte Jurczyk. Die Unternehmen dürften aber ihre Fürsorgepflicht für die Beschäftigten nicht vergessen. Auch E-Mails zu schreiben sei Arbeitszeit – würde diese vergütet oder gesondert angerechnet, würden laut Jurczyk auch die Unternehmen genauer darauf achten, dass damit kein Schindluder getrieben werde.

Auch die IG Metall würde strengere Regeln begrüßen. "Frau von der Leyen kann sich nicht aus ihrer eigenen Verantwortung stehlen, selbst für klare und verbindliche Regeln im Arbeitsschutz zu sorgen. Schlichte Appelle an die Arbeitgeber reichen nicht", sagte Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall.

Mittelständler wissen ebenfalls um die Problematik. "Beim Thema betriebliche Gesundheitsförderung haben viele Mittelständler noch Nachholbedarf. Es dient der Gesundheit, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Arbeitsende im wahrsten Sinne des Wortes abschalten", wird der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven, zitiert. Eine Ausnahme seien leitende Mitarbeiter, die auch in ihrer Freizeit im Notfall erreichbar sein müssten.

Wirtschaftspsychologe Alexander Cisik weist darauf hin, dass die Erreichbarkeit nicht jeden stresst: "Ich würde nicht grundsätzlich sagen, dass eine permanente Erreichbarkeit krank machen kann." Wenn man auf eine dringende Nachricht warte, könne man sein Informationsbedürfnis ad hoc stillen. "Wenn aber der Arbeitgeber wissentlich oder eher unterschwellig seine Mitarbeiter nachts oder auch am Wochenende kontaktiert, dann entsteht daraus natürlich eine Drucksituation", sagt der Experte. Deshalb müssten Führungskräfte und Mitarbeiter klare Regeln aufstellen. Das Problem für die Gesundheit liege nicht in der neuen Technik – sondern im Umgang damit, betont auch von der Leyen. (dpa) / (ssu)


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