Dienstag, 25. Dezember 2012

Java- und Flash-Updates: Nutzer lassen sich Zeit

06.11.2012 14:21

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heise Security

35 Prozent der von Kaspersky im dritten Quartal untersuchten Rechner sind über Java angreifbar, 19 Prozent über Adobe-Produkte. Ein Vergleich von Kasperskys Quartals-Sicherheitsberichten von 2010 bis 2012 legt offen, dass Oracles und Adobes Update-Agenten die Nutzer nicht gut genug zu Updates animieren. Seit 2010 halten sich Java und Flash Player deshalb ungebrochen an der Spitze der Kaspersky-Liste. Microsoft hingegen hat sich seit 2010 stetig aus den Top 10 zurückgezogen – die Patch-Routinen scheinen zu funktionieren.


Adobe sticht aus den Top 10 durch die Vielzahl seiner betroffenen Programme hervor. Vergrößern
Bild: Kaspersky Kasperskys Top 10 für das dritte Quartal 2012 werden unter Oracles Java, Adobe Flash Player, Adobe Reader und Adobe Shockwave sowie Apples Quick-Time und iTunes und Nullsofts Winamp ausgemacht. 35 Prozent der von Kaspersky untersuchten Rechner waren anfällig für Lücken in Java, knapp 19 Prozent hätten sich über Adobes Flash Player mit Schadsoftware infizieren können.


Der Java Update-Agent meldet sich dann und wann, wird aber nicht immer genutzt. Vergrößern
Bild: Krebs on Security Gegenüber dem dritten Quartal 2011 hat sich zumindest Adobe um ein paar Prozentpunkte verbessert, Suns beziehungsweise Oracles Java hält allerdings seit 2010 die 30 Prozentmarke. Javas Patch- und Update-Agenten fallen damit gegenüber der Konkurrenz deutlich ab. Adobe sticht in den Sicherheitsberichten durch die Vielzahl an nicht durch die Nutzer geschlossenen Lücken und der Menge an betroffenen Produkten hervor. Zumeist belegt Adobe fünf Plätze von Kasperskys Top 10. Das deutet ebenfalls darauf hin, dass die Update-Agenten von Adobe besser funktionieren könnten. (kbe)

English version: Users take their time over Java and Flash updates

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Opera 12.10 ist fertig

Die nun veröffentlichte Version 12.10 des Browsers Opera kommt mit einigen Verbesserungen für Bedienoberfläche und Darstellung von Inhalten, baut die Unterstützung von HTML5-Features aus und unterstützt das SPDY-Protokoll. Damit sollen mit SPDY beschleunigte Webseiten wie etwa Twitter, Google Mail oder Wordpress.com schneller geladen und dargestellt werden. Wer sehen will, welche Webseiten mit SPDY beschleunigt werden, kann die Opera Extension "SPDY indicator" ausprobieren.

Die Bedienoberfläche der Version für Mac OS X unterstützt nun die mit Mountain Lion eingeführten Möglichkeiten, aus Programmen heraus Inhalte auf Facebook oder Twitter zu teilen. Außerdem gibt es einen Austausch mit dem Notification Center von Mac-Rechnern. Opera beteuert in den Release Notes, dass sie auch an einer Integration in Windows 8 arbeiten, sanftes Scrollen und Zoomgesten werden nun unterstützt. Für hochauflösende Displays wurde die Bedienoberfläche des Browsers optimiert. Durch Unterstützung des International Color Consortium Profils v4 sollen Farben in akkurateren und lebendigeren Farben als zuvor angezeigt werden.

Um die Sicherheit durch Kontrolle zu erhöhen lassen sich nur noch Browsererweiterungen von Opera selbst einsetzen. Für die Entwickler der sogenannten Extensions stehen weitere APIs bereit: Etwa die Screenshot API, oder die Context Menu API, die Entwickler neue Menüpunkte zum Kontextmenü hinzufügen lässt.

Für Webentwickler interessant sind die HTML5-Spezifikationen, die der Browser nun unterstützt. Teilweisen Support für eine frühere Version der Fullscreen API, sowie die Page Visibility API und die Web Sockets können nun genutzt werden. Außerdem wurden das CSS Flexible Box Layout Module und die CSS Conditional Rules Module Level 3 implementiert. Die CSS Transitions, Transforms, Gradients, Animations und Flexbox werden mit der neuen Version ohne Opera-spezifische Präfixe unterstützt.

Entwicklern, die die vom Nutzer eingesetzte Lokalisierung nach dem User Agent des Browsers abfragen, empfiehlt Opera, sich von nun an an dem Accept-Language-Header zu orientieren. Der User Agent Operas ist seit Version 12.10 wie bei den anderen großen Browsern vereinfacht.

Siehe dazu auch:

Opera im heise Software-Verzeichnis (rzl)

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Ausblick auf OpenMP 4.0

In einem Blog-Eintrag hat sich Intels führender Sprecher für Parallelisierungswerkzeuge, James Reinders, zu neuen Funktionen der nächsten Version der Programmierschnittstelle OpenMP geäußert. Die seiner Meinung nach interessantesten Neuerungen sind eine sogenannte SIMD- und eine Targeting-Erweiterung.

Spezifikationen für weitere Erweiterungen stehen als OpenMP Technical Report 1 on Directives for Attached Accelerators auf der OpenMP-Seite zur Verfügung, Kommentare sind ausdrücklich erwünscht. Die Targeting-Erweiterung soll das Problem des Auslagerns von Code und Daten auf externe Komponenten wie GPUs und Koprozessoren angehen.

Die zukünftige Vektorisierungsfunktion (SIMD Extension) ist als Ersatz für das häufig genutzte IVDEP gedacht: IVDEP gibt dem Compiler in den meisten Implementierungen die Nachricht weiter, dass Abhängigkeiten innerhalb von Schleifen ignoriert werden können, was viele Compiler in die Lage versetzt, die Schleifen zu vektorisieren. Allerdings wird dies nicht ausdrücklich festgeschrieben, sodass, sollten die Abhängigkeiten nicht die Barriere darstellen, diese Option keine zufriedenstellende Lösung bietet. SIMD hingegen soll einen Vektorisierungsbefehl für Schleifen weitergeben und Möglichkeiten zur Steuerung der Feinheit dieses Prozesses bereitstellen.

Ein offizieller Vorschlag für die Vektorisierungserweiterung wird im Rahmen der Internationalen Konferenz für hochperformantes Rechnen, Netzwerken, Speichern und Analysieren SC12 zur Mitte des Monats in Salt Lake City vorgestellt. Im Rahmen dieser Veranstaltung soll darüber hinaus über andere zukünftige Entwicklungen gesprochen werden. (jul)


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Bericht: Microsoft plant 7-Zoll-Surface zum Spielen

ESF Database Migration Toolkit Konvertiert Datenbanken zwischen den Formaten MySQL, SQL Server, PostgreSQL, Oracle, InterBase, Access, Excel, Paradox, Lotus, dBase und als ...

Acoo Internet-Explorer-Plug-In, das IE um einige Funktionen wie Tabbed Browsing oder einen Pop-Up-Blocker erweitert

HappyTalk Rekorder Umfangreicher Audio-Recorder für iOS-Geräte, der laut Hersteller im Konferenzraum-Modus auch Stimmen von weiter entfernten Personen klar aufnimmt ...

Media Inspector (MediaInfo Mac) Liefert Informationen über Multimedia-Dateien, etwa zu den genutzten/benötigten Codecs, zu den bei der Kodierung genutzten Einstellungen oder zum ...

PDF Composer Sammlung von PDF-Werkzeugen; bietet unter anderem Funktionen wie Extrahieren von Textabschnitten, Ändern der Seitenfolge, Stapelverarbeitung und ...

Zinsrechner mit Abgeltungssteuer Zins- und Renditerechner für einmalige Geldanlagen; berücksichtigt die steuerlichen Aspekte der Zinserträge (Abgeltungssteuer)

Universum des Lebens Stellt das Fortpflanzungsverhalten von Mikroorganismen grafisch dar, sodass geometrische und abstrakte Formen entstehen ...

Zeugnis-Generator XXL Liefert arbeitsrechtlich geprüfte Textbausteine zum Erstellen von Arbeitszeugnissen ...

Meinu.de Webdienst zum Erstellen von Mindmap- und Brainstorming-Diagrammen; bietet Benutzern unter anderem die Möglichkeit, neue Diagramme zu erstellen oder ...

Graveyard Party Einfacher Bildschirmschoner mit animierten Grafiken im Halloween-Stil; stellt unter anderem einen gruseligen Wald, einen Friedhof oder ein altes ...

IrfanView Schneller Viewer für diverse Bildformate, spielt über Plug-ins auch andere Multimedia-Formate ab und kann unter anderem Bilder mit diversen Effekten ...

H2testw Integritätstest für Datenträger, vor allem zur Erkennung manipulierter USB-Sticks (siehe auch c't 1/08, S. 24) ...

VLC media player Universeller Audio-/Video-Player für DivX, VCD, DVD, MPEG-1/2/4 und Ogg Vorbis; Streaming-Server vls ist ebenfalls verfügbar

Firefox Mächtiger Browser, unter anderem mit Popup-Blocker, Malware-Schutz, Tabbed-Browsing, Tagging, Zoom-Funktionen, eingebetteter Google-, Yahoo- und ...

AS SSD Benchmark Benchmark-Tool speziell für Solid State Drives (SSD); nicht für normale Festplatten geeignet ...

WSUS Offline Update (c't Offline Update) Skriptsammlung, die sämtliche Updates für Windows XP, Server 2003, Server 2008, Vista oder Windows 7 sowie für Office herunterlädt und daraus ...

TrueCrypt Legt verschlüsselte Festplattenpartitionen an, die nur unter Zuhilfenahme des richtigen Passworts gelesen und beschrieben werden können ...

HBCI für MS Money 99 (HBCIFM99) HBCI-Homebanking-Modul für MS Money 99 Version 2000

PuTTY SSH-, Telnet- und Rlogin-Client mit einem xterm-Terminal-Emulator, Version für Symbian-Smartphones ebenfalls verfügbar

lexoffice Online-Buchhaltungssoftware für Rechnungserstellung und Online-Banking


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Avira startet Minijob-Börse für Virenjäger

Der Virenschutz-Anbieter Avira will arbeitswillige PC-Profis an zahlungswillige Hilfesuchende vermitteln. Auf der Seite Experts Market soll man im Notfall Kontakt zu Technikern aus aller Welt aufbauen können, die etwa den PC nach einer Virusinfektion aus der Ferne für kleines Geld von Schadcode befreien.

Die Experten sieht das Unternehmen vor allem auch in seinem eigenen Kundenkreis: "In Aviras Gemeinde von über 100 Millionen Anwendern befindet sich ein Computerexperte unter 10 Avirakunden", erklärt das Unternehmen in seiner Pressemitteilung. Die Plattform stehe aber ausdrücklich auch Kunden anderer AV-Hersteller offen.

Wer dazu bereit ist, Fremden über das Netz Zugriff auf den Rechner und das darauf gespeicherte Hab und Gut zu geben, muss derzeit rund 20 Euro für eine Viertelstunde berappen. Ein Bewertungssystem auf der Minijob-Börse soll helfen, die Spreu vom Weizen zu trennen. Während man die Bewertungen studiert, sollte man jedoch stets im Hinterkopf behalten, dass solche Systeme nur schwer vor Manipulationen zu schützen sind. (rei)


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Montag, 24. Dezember 2012

Nachfolger für RFC-Ignorant.Org in Sicht

Die Blacklist RFC-Ignorant.Org (RFCI), die im Oktober 2012 den Betrieb eingestellt hatte, findet eine neue Heimat beim Hosting-Provider manitu. In einem Blog-Eintrag legt Geschäftsführer Manuel Schmitt Anwendern nahe, die von ihm eingerichtete neue DNS-Zone rfc-ignorant.de bereits in Mailserver-Konfigurationsdateien einzutragen. Abfragen an diese DNS-Zone liefern allerdings vorerst ein "NXDOMAIN" für "nicht gefunden", egal, über welche Domain der Abfragende eine Auskunft einholen will.

RFCI listet Domains, deren Betreiber nachweisbar gegen Internet-Standards, die sogenannten Requests for Comments (RFC), verstoßen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn für "domain" zuständige Mailserver E-Mails an abuse@domain oder postmaster@domain ablehnen, was es erschwert, den zuständigen Administrator auf einen Missbrauch seines Systems aufmerksam zu machen. Der bisherige Maintainer Ralf Hildebrandt will weiterhin für das Projekt zur Verfügung stehen und die Einträge aktuell halten.

Dass das Projekt unter der neuen Domain rfc-ignorant.de weiterläuft, entspricht dem Wunsch des RFCI-Gründers Derek Balling. Gegenüber der iX bezeichnete er es als unverantwortlich, die Domainstruktur unverändert an neue Blacklist-Betreuer weiterzureichen. Postmaster sollten sich bewusst dafür entscheiden, einem neuen Betreiber zu vertrauen; Vertrauen sei einfach nicht übertragbar. Im Fall von Systemen, die immer noch versuchen, die bisherige RFCI abzufragen, besteht so oder so dringender Handlungsbedarf, denn die Abfragen führen mittlerweile zu DNS-Fehlern – mit der möglichen Folge, dass E-Mails nicht den vorgesehenen Empfänger erreichen. (un)


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Karlsruhe sieht "verfassungsrechtliche Probleme" bei Antiterrordatei

Vor dem Ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts hat am Dienstag in Karlsruhe die Verhandlung über eine Verfassungsbeschwerde gegen die sogenannte Antiterrordatei begonnen. In dieser zentralen Datei erfassen Polizeibehörden und Nachrichtendienste von Bund und Ländern verschiedene Informationen zu Terrorverdächtigen und ihrem Umfeld. Dabei werden sowohl direkt personenbezogene Daten zentral gespeichert als auch Hinweise auf weiterführende Informationen bei den beteiligten Behörden. Die Datei soll den Informationsaustausch zwischen den beteiligten Behörden erleichtern und beschleunigen.

Grundlage der Datei ist das Antiterrordateigesetz, das der Bundestag im Dezember 2006 zusammen mit anderen Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung mit den Stimmen der großen Koalition verabschiedet hatte. Die Datei, in der zahlreiche Datenbanken verschiedener Sicherheitsbehörden zusammenlaufen, ist im März 2007 in den Betrieb gegangen. Gegen das unter anderem von Datenschützern scharf kritisierte Gesetz hatte ein pensionierter Richter Verfassungsbeschwerde eingelegt.

Nach Ansicht des Beschwerdeführers verletzt das strittige Gesetz mehrere Grundrechte, darunter das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung, das Fernmeldegeheimnis und die Unverletzlichkeit der Wohnung. Die Voraussetzungen, unter denen Daten gespeichert und abgerufen werden können, seien nicht klar geregelt. Zudem hebele das Gesetz die Trennung von Polizei und Nachrichtendiensten aus, indem auch die beteiligten Polizeibehörden Zugriff auf die von den Nachrichtendiensten eingestellten Daten hätten.

In der mündlichen Verhandlung am Dienstag hörte das Bundesverfassungsgericht Vertreter von Behörden und Nachrichtendiensten sowie Datenschützer und andere Experten an. Gerichtsvizepräsident Ferdinand Kirchhof sieht "verfassungsrechtliche Probleme" bei der Antiterrordatei. Die Richter des Ersten Senats stellten das Prozedere der Datenspeicherung äußerst kritisch in Frage. Sie äußerten vor allem Bedenken hinsichtlich des Umgangs mit unwissenden Kontaktpersonen. Mit einem Urteil wird in drei Monaten gerechnet.

Für die Bundesregierung verteidigte Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) die Antiterrordatei als ein Instrument von "entscheidender Wirkung" bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus. Neben Friedrich hörte der Erste Senat unter anderem den Präsidenten des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, und den Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes, Gerhard Schindler. Jörg Ziercke, Präsident des Bundeskriminalamts, sieht mit der Datei "eine neue Qualität der Gefährdungsanalyse" erreicht. Nach Angaben des BKA-Chefs sind in der Datei 16.000 Personen gespeichert.

Für Kritiker wie den Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar spielt dabei eine zentrale Rolle, wer in dieser Datei erfasst wird. In einem ZDF-Interview äußert er die Befürchtung, "dass die Abgrenzung zwischen flüchtigen und für die Terrorbekämpfung relevanten Kontakten in der Praxis Schwierigkeiten bereitet" – also dass unwissende und unschuldige Kontaktpersonen von Verdächtigen erfasst werden. Insgesamt sieht der Datenschützer "erhebliche Kontrolldefizite". Zudem betont Schaar den Verfassungsrang der "Trennung von Polizei und Nachrichtendiensten".

Die mangelnden Kontrollmöglichkeiten und die schwammigen Kriterien für die Aufnahme in die Datei kritisiert auch Frank Rieger: "Es reicht aus, einen Terrorverdächtigen zu kennen", sagte der Sprecher der Chaos Computer Clubs der Tagesschau. "Die Schwelle, um erfasst zu werden, ist sehr niedrig. Wer einmal in die Antiterrordatei eingetragen ist, der hat ein erhebliches Stigma und das wird er auch nicht einfach wieder los." (vbr)


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