Dienstag, 20. November 2012

Smartphone-Anwendung vergleicht Stromverbrauch von E-Autos und Hausgeräten

Stolze Besitzer eines Elektroautos wissen, dass es sich mit Strom üblicherweise billiger fährt als mit Benzin. Doch wie viel genau diese Touren kosten, lässt sich aus der monatlichen Rechnung der Stadtwerke nur schwer ablesen. Der Automobilkonzern General Motors hat für sein Plug-in-Hybrid-Fahrzeug Chevrolet Volt nun eine Smartphone-Anwendung entwickelt, die die Ladekosten auf Tag, Monat oder Jahr genau aufschlüsseln kann, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

Die "EcoHub"-App wird derzeit im Rahmen des sogenannten Pecan-Street-Projekts getestet, einem Forschungsvorhaben der US-Bundesregierung. Es soll demonstrieren, wie sich verschiedene grüne Energietechnologien miteinander kombinieren lassen. Etwas später wird die Anwendung aber allen Fahrern zur Verfügung stehen, möglicherweise auch denen des europäischen Volt-Ablegers Opel Ampera.

"EcoHub" zeigt, welches Potenzial darin liegen könnte, Autos mit dem Stromnetz zu verknüpfen. Teilnehmer lassen die Ladezeiten ihres Fahrzeugs vom GM-Onlineservice "OnStar" überwachen. Da die Häuser im Pecan-Street-Projekt wiederum mit smarten Stromzählern zur Überwachung des Energieverbrauchs ausgestattet sind, kann "EcoHub" auch noch Informationen über den restlichen Elektrizitätskonsum im Haus sammeln. Mit diesen Verbrauchsdaten und aktuellen Stromtarifen lässt sich ablesen, wie viel im Geld für den Volt drauf geht.

Plug-in-Hybrid- und Elektrofahrzeuge sind im Segment der sogenannten "Connected Cars" sowieso recht vorne dabei – auch konkurrierende Anbieter wie Toyota oder Nissan arbeiten an solchen Systemen oder haben sie bereits auf dem Markt. GM zufolge soll "EcoHub" künftig auch erlauben, den Verbrauch des Autos mit verschiedenen Haushaltsanwendungen zu vergleichen – von der Klimaanlage bis zum Trockner. Ohne einen smarten Stromzähler als Sammelstelle ist das allerdings nicht möglich.

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(bsc)

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