Freitag, 2. November 2012

HTC J Butterfly: 5-Zoll-Smartphone mit Full-HD-Auflösung

Über zwei Millionen Pixel quetscht das Display des HTC J Butterfly auf eine Diagonale von 5 Zoll. Mit einer Pixeldichte von 443 dpi schlägt das Android-Smartphone selbst die nicht gerade grobkörnigen Flaggschiffe der Konkurrenz – wie etwa das iPhone 5 mit 326 dpi – deutlich. Das LCD für das bisher nur für Japan angekündigte HTC J stammt offenbar von Sharp, das vor zwei Wochen den Produktionsbeginn eines Displays mit den gleichen Eckdaten verkündet hatte.

Trotz der Größe von 5 Zoll vermarktet HTC das Smartphone nicht als Konkurrenz zu Samsung Galaxy Note oder LG Optimus Vu und verzichtet etwa auf eine angepasste Stifteingabe. Als SoC (System on-Chip) verwendet HTC einen Qualcomm Snapdragon mit vier Kernen und 1,5 GHz, der auch dank der Adreno-320-GPU zu den schnellsten seiner Art gehört. Der APQ8064 entwickelt sich in letzter Zeit bei den vorgestellten High-End-Androiden ebenso zum häufigen Merkmal wie die 2 GByte Arbeitsspeicher.


Das extrem hochauflösende HTC J Butterfly wird es zunächst nur in Japan geben. Vergrößern
Bild: HTC

Der interne Speicher ist 16 GByte groß, microSDHC-Slot und microUSB-Buchse sind vorhanden. Auf der Rückseite gibt es eine Kamera mit 8 Megapixel Auflösung, die Frontkamera kann Bilder in 1080p aufnehmen. Das Gerät unterstützt beim Mobilfunk LTE und UMTS, wobei Angaben über die verwendeten Frequenzen fehlen. Zusätzlich gibt es Unterstützung für n-WLAN (2,4 und 5 GHz), Bluetooth 4.0, GPS und NFC. Der nicht wechselbare Akku hat eine Kapazität von 2020 mAh, zu den möglichen Laufzeiten macht HTC bisher keine Angaben.

Das Smartphone ist rund 9 Millimeter dick und bringt 140 Gramm auf die Waage. Kaum ein Gerät für den japanischen Markt verzichtet Spritzwasserschutz nach IPX5 und einen TV-Empfänger und auch das HTC J bietet selbstverständlich beides. Als Betriebssystem kommt Android in der aktuellsten Version Version 4.1 (Jelly Bean) zum Einsatz, das HTC mit seiner Sense-Oberfläche versehen hat.

Das HTC J Butterfly soll ab Dezember in Japan beim Mobilfunkanbieter KIDDI in Rot, Schwarz und Weiß angeboten werden. Über eine Verfügbarkeit des Geräts im Rest der Welt ist bisher nichts bekannt, die typischen japanischen Eigenschaften lassen aber eine Veröffentlichung unwahrscheinlich erscheinen. Für den US-amerikanischen Provider Verizon arbeitet HTC aber angeblich bereits an einem Gerät mit einem vergleichbaren Display. (asp)


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Donnerstag, 1. November 2012

Erster Meilenstein für Googles Programmiersprache Dart

Rund ein Jahr nach der Veröffentlichung einer ersten Preview hat Google nun ein neues stabileres Software Development Kit für die Programmiersprache Dart veröffentlicht. Google verwendet beim neuen Release sowohl die Versionsnummer 0.12 als auch Milestone 1. Letztlich geht es den Dart-Schöpfern um Lars Bak und Gilad Bracha darum, ein Signal "nach draußen" zu geben, dass die Dart-Entwicklung stabile Züge annimmt und es an der Zeit ist, mit der Entwicklung eigener Dart-Anwendungen zu schreiben. Auf diesen ersten Meilenstein soll mindestens ein weiterer folgen, bevor die Sprache für "fertig" erklärt wird.

Das SDK umfasst eine schnellere virtuelle Maschine, einen Dart-zu-JavaScript-Kompilierer und eine codeunabhängig im Browser funktionierende HTML-Bibliothek. Weitere Features sind eine Bibliothek zur Interoperabilität mit JavaScript-Code, der Dart Editor, ein verbesserter Paket-Manager, eine serverseitige I/O-Bibliothek und mit Dartium ein auf Chromium beruhender Browser für die Dart-Entwicklung.

Das quelloffene Dart" ist mit dem Ziel entstanden, eine bessere Unterstützung für große Webanwendungen zu bieten als das bislang dafür etablierte JavaScript. Die Sprache setzt auf klassische Objektorientierung. JavaScripts prototyporientierte Objekttechnik ersetzt Dart durch Methoden und Konstanten zusammenfassende Interfaces sowie Klassen, die diese Interfaces implementieren. Dart-Programme können nativ in einer virtuellen Maschine laufen, lassen sich aber auch von einem Compiler nach JavaScript übersetzen.


Eine kurze Einführung in Dart

Den Sourcecode und den Editor sowie das SDK und Dartium erhält man auf der Download-Seite des Projekts.

Siehe dazu auch:

(ane)

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Obama vs. Romney: Apple als Diskussionsstoff im Wahlkampf

Im zweiten Fernsehduell des aktuellen Wahlkampfs zwischen US-Präsident Barack Obama und seinem Herausforderer Mitt Romney kam auch das Thema Outsourcing zur Sprache (ab ca. 90. Minute des Mitschnitts). CNN-Moderatorin Candy Crowly merkte an, dass Apple seine populären Geräte iPhone und iPad allesamt in China herstellen lasse, da die Lohnkosten dort niedriger seien als in den USA. Die Frage an die Kandidaten für die kommende US-Präsidentschaftswahl lautete, wie ein Unternehmen wie Apple dazu verlockt werden könne, die Arbeitsplätze in der Fertigung in die USA zurückzubringen.

Romney meinte, die USA könnten mit jedem konkurrieren, solange der Wettbewerb auf gleicher Höhe ausgetragen werde. China aber habe jahrelang den Wert seiner Währung niedrig gehalten. Das Land eigne sich illegal geistiges Eigentum, Design, Patente und Technik an. Es gebe in China Geschäfte, in denen gefälschte Apple-Waren verkauft würden. Auch seien Chinesen in US-amerikanische Computer eingedrungen. Für die USA sei es wichtig, zum attraktivsten Platz für Unternehmen zu werden, die auf Wachstum setzen.

Obama zeigte sich davon überzeugt, dass manche Arbeitsplätze nicht wieder in die USA zurückkehren. Das seien vor allem niedrig bezahlte Jobs mit geringer Qualifikation. Der Präsident hingegen wünsche sich Jobs, die viel Know-how erforderten und ein gutes Einkommen einbrächten. Es müsse mehr in Forschung und Entwicklung investiert werden, um sicherzustellen, dass es in den USA ausreichend viele kompetente Fachkräfte gibt. Mit einem Seitenhieb gegen Romney sagte Obama, Steuersenkungen für jene, die sie nicht nötig hätten, erhöhten lediglich das Defizit und schwächten die für die Ausbildung nötigen Investitionen. Doch diese Investitionen seien langfristig nötig. Romney erwiderte, es sei nicht die Regierung, die neue Jobs schaffe.

Mit einer Aussage sorgte Romney für Erheiterung im Internet. Der Republikaner sprach über Chancengleichheit und erzählte, wie er als Gouverneur des Bundesstaats Massachusetts Frauen in sein Kabinett aufnehmen wollte. Dabei habe er zahlreiche Dossiers über Kandidatinnen erhalten. Für die Auswahl seien bei ihm "binders full of women" (dt: ganze Ordner voller Frauen) gelandet, sagte der fünffache Familienvater Romney.

Die missratene Formulierung wurde zu einem sofortigen Hit im Internet. Manche Nutzer sprachen von Macho-Gehabe. Innerhalb weniger Stunden waren die "Ordner" das am dritthäufigsten gesuchte Thema auf Google. Postwendend fanden erste Parodien eines Frauen in Aktenordner steckenden Romney ihren Weg in Facebook und Twitter. "Das muss die Love-Story von Mitt und Ann Romney gewesen sein", ätzte etwa eine Twitter-Userin. (anw)


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Marktforscher: Tablet-Boom ungebrochen

In Deutschland werden in diesem Jahr 3,2 Millionen Tablets verkauft, rund eine Million mehr als noch 2011. Das ist eine der Prognosen, die das Marktforschungsinstitut EITO des Verbands Bitkom in einer aktuellen Studie wagt. Demnach wird der Umsatz mit Tablets in diesem Jahr hierzulande rund 1,6 Milliarden Euro betragen, eine Steigerung von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Durchschnittspreis für ein Tablet sei gleichzeitig leicht gesunken, von 524 Euro auf mittlerweile 500 Euro.

Während das Geschäft mit den Tablets boomt, entwickelt sich der PC-Markt leicht rückläufig, erklärte das EITO. Die Umsätze mit Notebooks seien um 2,2 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro zurückgegangen, der Umsatz mit Desktops-PC um 0,8 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro.


Das Wachstum bei den Tablets Vergrößern
Bild: Bitkom Diese aktuellen Prognosen liegen deutlich höher als Vorhersagen, die der Bitkom Anfang des Jahres bekanntgegeben hatte. Grund dafür seien neue Generationen der Geräte und zusätzliche Anbieter, die die Nachfrage angekurbelt hätten. Zusätzlichen Schwung könnten nun die angekündigten Geräte für Windows 8 bringen. Im weltweiten Vergleich sehen Marktforscher Apple mit seinem iPad weiter als unangefochtenen Spitzenreiter bei den Marktanteilen, Android-Geräte folgen erst weit abgeschlagen. (mho)


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Name.space verklagt ICANN wegen neuer Top Level Domains

Kurz vor dem 45. ICANN-Treffen diese Woche in Toronto wurde in Kalifornien eine Klage gegen die private Netzverwaltung eingebracht. Name.space, Betreiber alternativer Zonen, erhebt kartellrechtliche, wettbewerbsrechtliche und markenrechtliche Vorwürfe gegen die ICANN. Anlass ist die Vergabe zahlreicher neuer Top Level Domain (TLD) durch die ICANN. Zahlreiche geplante TLD könnten stark verzögert werden. Domainincite hat die Klageschrift (PDF) veröffentlicht.

Name.space betreibt seit 1996 ein eigenes DNS-System mit annähernd 500 generischen TLD (gTLD). Diese sind als Marken registriert. Wer auf diese name.space-Zonen zugreifen möchte, muss auf seinen Systemen spezielle DNS-Einstellungen vornehmen. Daher versucht die Firma, ihre Zonen in das übliche DNS-Netz zu integrieren – bislang erfolglos.

1998 initiierte die US-Regierung die Gründung der ICANN und übertrug ihr das Root-Management. 2000 lud die ICANN zu Anträgen auf neue gTLD ein. Zahlreiche Unternehmen folgten dem Aufruf und zahlten jeweils 50.000 US-Dollar. Darunter name.space, das 118 TLD beantragte. Dieser Antrag soll damals unter den ersten zehn gelandet sein. Die ICANN beschloss dann allerdings, zunächst nur sieben neue gTLD anderer, etablierter Antragsteller einzurichten: .biz, .info, .aero, .name, .museum, .pro und .coop. Über die restlichen Anträge wurde nicht befunden.

Als die ICANN dieses Jahr eine weitere Vergaberunde für neue TLD ausrief, hätte name.space es wieder versuchen können. Das hätte statt damals 50.000 US-Dollar nun knapp 22 Millionen US-Dollar (17 Millionen Euro) gekostet. Nach dem Regelwerk hätte name.space auf bisherige Ansprüche verzichten müssen. Beides war für die Firma nicht akzeptabel. Sie wies öffentlich auf ihren alten Antrag auf 118 TLD und ihre 482 Marken hin. Vergeblich, denn die ICANN will zahlreiche name.space-Zonen an andere Antragsteller vergeben.

Name.space beschreibt die ICANN als Insiderclub mit Vetternwirtschaft, dessen leitende Funktionäre sich und ihrem Klüngel die Konkurrenz vom Hals halten wollten. Das Unternehmen sieht im Gebaren der ICANN auch Verstöße gegen die mit der US-Regierung getroffenen Vereinbarungen und strebt ein Verfahren vor Geschworenen an. Die ICANN schweigt zu dem Thema. (Daniel AJ Sokolov) / (anw)


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PC-Flaute bremst Intel

Der US-Chiphersteller Intel hat im abgelaufenen dritten Quartal des Geschäftsjahres 2012 wie erwartet Federn lassen müssen. Der Konzernumsatz ist im Vergleich zu den 14,2 Milliarden US-Dollar des Vorjahresquartals um 5 Prozent auf 13,46 Milliarden US-Dollar (10,4 Milliarden Euro) gesunken. Dabei sank der Umsatz der PC-Chip-Sparte nahezu im Einklang mit der Marktentwicklung um 8,3 Prozent, wie das Unternehmen am Dienstagabend nach Handelsschluss der US-Börse am Stammsitz in Santa Clara (US-Bundesstaat Kalifornien) mitteilte. Der Nettogewinn des Chipriesen schrumpfte von knapp 3,5 Milliarden US-Dollar oder 65 Cent pro Aktie im Vorjahr um 14 Prozent auf 2,97 Milliarden US-Dollar (2,3 Milliarden Euro) oder 58 Cent pro Aktie.

Der Umsatzrückgang ist dabei im Rahmen der zuletzt im September nach unten korrigierten Prognose geblieben, während der Gewinn über den Erwartungen lag. An der Wall Street war mit einem Gewinn in der Größenordnung von 50 Cent pro Aktie gerechnet worden. Dennoch sorgten die gedämpften Erwartungen für den Rest des Jahres bei Analysten für Enttäuschung. Der Chiphersteller rechnet mit einem Quartalsumsatz von 13,6 Milliarden US-Dollar (+/- 500 Millionen) und liegt damit unter den Erwartungen der Wall Street, die im Mittel bei 13,7 Milliarden liegen. Die Aktie des Chipriesen gab im nachbörslichen Handel nach.

Zur Halbzeit des Geschäftsjahres hatte Intel für das dritte Quartal noch mit einem Umsatz von 14,3 Milliarden US-Dollar gerechnet, diese Prognose dann Anfang September aber um eine ganze Milliarde deutlich gesenkt. Als einen Grund für das merklich abgekühlte Geschäftsklima nannte Intel, dass Kunden im dritten Quartal ihre Lagerbestände abgebaut und nicht wie üblich aufgestockt haben – was kein gutes Omen für das Schlussquartal sein dürfte.

"Die Ergebnisse unseres dritten Quartals spiegeln das anhaltend schwierige wirtschaftliche Umfeld wieder. Mit Blick auf das vierte Quartal freuen wir uns über die anhaltenden Fortschritte bei Ultrabooks sowie Telefonen", erklärte Intel-CEO Paul Otellini die Zahlen und setzt seine Hoffnungen auch in neue Tablets mit Intel-Chips, die im Schlussquartal des Jahres auf den Markt kommen sollen.

Chipherstellern wie Intel oder seinem kleineren Rivalen AMD macht die Flaute im PC-Markt zu schaffen. Der Absatz von Notebooks und Desktop-Computern sackte im vergangenen Quartal um mehr als acht Prozent ab. Gleichzeitig boomt das Geschäft mit Smartphones und Tablets, in denen in aller Regel Prozessoren anderer Hersteller zum Einsatz kommen. Die Hoffnungen der Branche ruhen auf dem neuen Microsoft-Betriebssystems Windows 8, dessen Markteinführung Ende Oktober ansteht. AMD will seine Zahlen des vergangenen Quartals am Donnerstag vorlegen.

Umsatz- und Gewinnentwicklung bei Intel
in US-Dollar(vbr)


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Amazons Cloud bringt Produktivversion von HANA

Amazon erweitert das Datenbank-Angebot in seinem Cloud-Dienst AWS um die speicherresidente Datenbank HANA von SAP. Bislang gab es das Produkt nur in einer Testumgebung, nun hat SAP es für den Produktiveinsatz zertifiziert.

Pro Stunde kostet die HANA-Nutzung 0,99 US-Dollar, hinzu kommen in den USA 2,50 Dollar für eine EC2-Instanz (Cluster Computer Eight Extra Large) mit 60,5 GByte RAM und zwei 8-Core-CPUs Xeon E5 von Intel. In Europa verlangt Amazon dafür 30 US-Cent mehr. Außerdem fallen die üblichen Kosten für EBS und die Datenübertragung an.

HANA ist eine SQL-Datenbank, die sämtliche Tabellen komprimiert im Arbeitsspeicher hält und dadurch besonders schnell sein soll. Da sie Daten zudem spaltenweise speichern kann, eignet sie sich nach Auffassung von SAP auch für OLAP-Aufgaben (Online Analytical Processing). (ck)


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